Der Garten im Juli Tips- vom Kreisfachberater
 
Den Rasen "schattieren"
(TN) Etwas natürliche Schattierung tut während der heißen Sommermonate nicht nur den Menschen, sondern auch dem Rasen gut. Ist die übliche Schnittlänge eines Gebrauchsrasens von ca. 3-4 cm im Frühjahr und Herbst durchaus sinnvoll, darf er im Sommer ruhig etwas höher wachsen. Auch das Schnittgut kann nun auf der Fläche liegen bleiben. Hierdurch lässt sich nicht nur der Wasserbedarf senken, sondern auch unschöne verbrannte Kahlstellen bleiben dem Gartenliebhaber erspart. Wird bewässert, ist eine ausgiebige Wassergabe einmal pro Woche sinnvoller als mehrmalige kleine Wassergaben, welche die Grasnarbe meist nicht durchdringen.
 
Unsichtbarer Zaun für Beetstauden
Auf dem Staudenbeet werden nun überhängende Beetstauden hochgebunden oder besser mit sog. link stakes stabilisiert. Diese neuen Pflanzenstützen umgeben die Pflanzen wie ein unsichtbarer Zaun,, ohne sie dabei einzuengen. Sie werden nur in die Erde gesteckt und miteinander verhakt. Ein aufwendiges Hochbinden entfällt. Der verblühte Rittersporn wird bis auf 10-15 cm über der Erde zurückgeschnitten, gut gewässert und nochmals gedüngt. Die abgeblühten Fruchtstände von Salbei, Katzenminze, Feinstrahl und Frauenmantel werden ein bis zwei Handbreit über dem Boden entfernt. Dies verhindert das ungewollte Aussamen und regt die Pflanzen je nach Art zum Remontieren (Nachblühen) an.
 
Lückenfüller für den Gemüsegarten
Im Gemüsegarten werden freigewordene Beete sofort wieder neu bepflanzt. Schnell die Lücken füllen Pflücksalate oder Sommersorten von Radies und Rettich. Nicht zu vergessen sind Kohlrabi der klassische Endiviensalat oder der kernig schmeckende Radicchio. Langwüchsige Gemüsesorten wie Kohl, Sellerie oder Lauch, die schon im April/ Mai gepflanzt wurden und noch mindestens 4 bis 6 Wochen Wachstumszeit vor sich haben, vertragen jetzt eine kleine Nachdüngung. Wer mit Kompost arbeitet, verwendet hierzu am besten einen reinen Stickstoffdünger. Für den Hausgarten sind hierfür ca. 5 g Reinstickstoff pro qm ausreichend (z.B.organisch in Form von 60g Hornmehl oder mineralisch als ca. 20 g Kalkammonsalpeter) Kurz vor der Ernte schadet eine Düngung allerdings mehr als sie nützt.
 
Erdbeeren rechtzeitig pflanzen
Bei den Erdbeeren beginnt kurz nach der Ernte schon wieder die Vorbereitung für nächste Jahr. Wer selbst vermehrt, kann nun die Ausläufer der markierten guten Trägerpflanzen neu aufpflanzen oder für kurze Zeit vorkultivieren. Mehr als 3 Jahre sollten Erdbeerpflanzen nicht stehen bleiben. Das Entblättern sollte bis zum 20 Juli geschehen sein. Danach wird gewässert und gedüngt, um für einen zügigen Neuaustrieb zu sorgen.

Im Kräutergarten kann das aromatische Kraut der Zitronenmelisse, zum eigenen Melissengeist verarbeitet werden. Hierzu übergießt man, das am späten Vormittag geerntete Kraut z.B. mit einem hochprozentigem Korn und lässt es ca. 24 h in der vollen Sonne stehen und filtert die Lösung anschließend durch einen feinen Sieb. Innerlich wirken kleine Mengen des Kräuterschnaps nervenberuhigend, aufheiternd und erleichtern das Einschlafen.