Der Garten im Oktober - Tips vom Kreisfachberater
(TN) Meist verwöhnt uns der Oktober noch mit einer Reihe schöner Sommertage, bevor es im November langsam aber sicher auf die Winterruhe zugeht.
 
Feuerwerk aus Farben und Formen
Ein Feuerwerk aus Farben und skurrilen Formen liefern zur Zeit Zierkürbisse aus dem eigenen Garten. Erst seit einigen Jahren ist das aus Südamerika stammende Gemüse wohl auch durch den Halloween- Brauch aus dem Dornröschenschlaf erwacht, und bei Kindern und Junggebliebenen gleichermaßen beliebt. Mittlerweile sind über 60 dekorative Sorten bekannt, deren Samen über den Fachhandel bezogen werden können. Die Grenze zwischen in der Küche verwendeten Kürbissorten und den Ziersorten ist fließend. Alle Kürbisse sind übrigens essbar aber nicht immer schmackhaft.

        

Der Kürbisanbau gelingt leicht. Als wärmeliebende Tropenkinder fühlen sich Kürbisse im Allgemeinen an einem sonnigen und windgeschützten Standort an dem sie sich ungestört ausbreiten können am wohlsten. Der Fuß eines Komposthaufens bietet sich hierzu regelrecht an. Sinnvoll ist eine Vorkultur auf der Fensterbank ab Mitte April bis Mitte Mai. Nach dem Auspflanzen benötigen sie reichliche und kontinuierliche Wassergaben. Bei großfruchtigen Sorten belässt man zur besseren Entwicklung am besten nur 4-5 Früchte pro Pflanze. Weichfrüchtige Patissons und Rondinis pflückt man kontinuierlich wie Zucchinis. Lagerkürbisse mit harter Schale können bis zu den ersten Frösten an der Pflanze bleiben. Als Lager bietet sich ein kühler frostfreier Raum an. Mache Sorten sind bis Februar März haltbar.
 
Dichtmaschige Netze als Frostschutz
Im Gemüsegarten dienen Vliese und dichtmaschige Netze aus wirksamer Frostschutz. Die durch die Herbstnässe entstehenden Tautropfen kondensieren am Gewebe und bilden bei Nachtfrost eine isolierende Eisschicht. Für Kulturen im Gewächshaus oder im Frühbeet kann auch Packpapier aufgelegt werden. Salate oder Porre, die bis in den Winter hinein im Freiland stehen sollen, können auch mit Wurzelballen dicht an dicht in ein Frühbeet gesetzt oder am Haus eingeschlagen werden, wo sie sich gut vor tiefen Temperaturen schützen lassen. Knoblauch Fans können jetzt neue Kulturen anlegen. Zwischen die Erdbeerreihen gesteckt stören sie nicht beim Umgraben. Das Umgraben hat noch Zeit bis November.
 
Ideale Lagerräume
Erst im Oktober pflückreife Apfelsorten lassen sich gut einlagern. Ideale Lagerräume haben eine Temperatur zwischen +2 und +6 °C und eine Feuchte zwischen 80 und 90 %. Zur Erhöhung der Luftfeucht können wassergesättigte Ziegel ausgelegt oder wassergefüllte Schalen aufgestellt werden. Bevor das aufgewärmte Erntegut eingelagert wird, sollte es während der folgenden Nacht noch im Freien bleiben und erst dann am nächsten Morgen abgekühlt in das Lager gebracht werden. Wer keine geeigneten Lagerräume besitzt, kann auch perforierte dünnwandige PE Beutel verwenden. Als Verpackungsgrößen rechnet man mit etwa 2 bis 5 kg Früchte pro Beutel. Hierdurch wird einerseits die Verdunstung der Früchte reduziert, andererseits wird durch die Einstiche ein gewisser Mindestgasaustausch zwischen Beutel und Umgebung gesorgt.