Der Garten im April
Tips- vom Kreisfachberater
 
Neue Saatbänder
(TN) April bis Anfang Mai ist die ideale Zeit für die Aussaat der Gemüsekulturen. Mit frostempfindlichen Arten kann jedoch noch etwas gewartet werden. Gut geeignet für die Aussaat von Radies sind die neuen Saatbänder. Hiermit sind wesentlich gleichmäßigere Abstände und eine gute Fruchtentwicklung möglich, denn Lichtmangel und zu dichter Stand erhöhen wie beim Rettich die Schossgefahr. Wichtig ist eine gleichmäßige Saatrille von 1bis 2 cm Tiefe.
 
Gladiolen ` in Sätzen` stecken
Gladiolen können bereits ab Anfang April gesteckt werden. Bei einer Pflanztiefe von ca. 10 cm und einem Abstand von 12 bis 15 cm , stehen die schweren Blütenstände stabil und überstehen die noch zu erwartenden Kälteperioden Anfang Mai. Mit Folgesätzen bis Mitte Mai kann der Blütenzeitpunkt über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Ein sonniger Standort und gut wasserdurchlässige Böden sind die wichtigsten Wachstumsbedingungen.
 
Vorsicht bei Lilien
Oft werden im Handel noch Zwiebeln von Lilien angeboten. Da die Blumenzwiebel schon lange aus dem Boden sind und nicht wie andere Zwiebelpflanzen von einer Außenhaut vor dem Austrocknen geschützt werden, sollte man vor dem Kauf genau auf die Qualität und nicht nur auf das bunte Etikett achten. Nur einwandfreie Ware ist noch erfolgsversprechend. Wenn es um die Menge der Erde geht, die sich auf der Spitze der Erde befindet, rechnet man zweimal die Höhe der Zwiebel. Lilien stellen hohe Ansprüche an die Bodenbe- schaffenheit. Eine gute lockere Bodenstruktur und eine wirksame Entwässerung ist eine der Grundvoraussetzungen
 
Obstbäume umveredeln
Wenn kurz vor der Blüte der Saft der Obstbäumen kräftig in die oberen Baumregionen steigt und die Rinde leicht vom Holzkörper löst, sind Umveredlungen leicht möglich. Unbefriedigende oder anfällige Sorten können jetzt durch robuste Alternativen ersetzt werden. Wenn unbefriedigender Fruchtansatz durch einen fehlenden Befruchter, verursacht wird, hilft das gezielte Einveredeln einer geeigneten Befruchtersorte. Für die Wahl geeigneter Befruchter gibt es spezielle Tabellen. Soll die Veredlung gelingen, ist neben einem scharfen Veredlungsmesser auch ein gut gelagertes Reis wichtig. Bereits angetriebene Edelreiser sind ungeeignet.
 
Pfirsichschnitt
Pfirsiche schneidet man am besten kurz vor der Blüte. Zu diesem Zeitpunkt sind die unterschiedlichen Knospentypen am leichtesten zu erkennen. Wertvoll sind die echten Fruchttriebe mit einer Dreifachknospe. Sie bestehen aus zwei Blattknospen und einer Blütenknospe. Auch die kurzen Buketttriebe an älteren Trieben sind sehr wertvoll. Falsche Fruchttriebe, die nur aus Blütenknospen bestehen, können entfernt werden. Um eine maximale Sonneneinstrahlung zu erreichen, ist eine sog. Hohlkrone (d. h ohne Mitteltrieb) empfehlenswert. Dem Verkahlen kann man entgegenwirken, indem man die höheren Kronenteile auf die tiefer liegenden Astpartien zurücksetzt. Widerstandsfähige Frühsorten für unser Klima sind z.B. Früher Roter Ingelheimer, Amsden oder Alexander. Als Standort sind windgeschützte Stellen in voller Sonne empfehlenswert. Eine nahe warme Hauswand ist ebenfalls vorteilhaft.
Rhododendron Praecox:
Bereits zeitig im Frühjahr blüht die Rhododendron Sorte `Praecox`. Bei Nachtfrostgefahr leiden allerdings die Blüten. Man sollte deshalb immer etwas Vlies zum Abdecken bereithalten.
  
Corydalis:
Der Hohle Lerchensporn bildet blühene Teppiche unter Gehölzen. Er liebt humusreiche, feuchte Standorte und hat seinen Entwicklungszyklus bis zum Schließen des dichten Laubdaches bereits durchlaufen. Wenn er sich im Garten ausbreiten soll, muss das Laub unter den Sträuchern liegenbleiben
  
Baumscheibe:
Baumscheiben erleichtern vor allem schwachwachsenden Obstunterlagen in den ersten Jahren das zügige Anwachsen. Mit einer dünnen Schicht aus Kompost abgemulcht, werden die Bäume zugleich mit ausreichend Nährstoffen versorgt.