Der Garten im Juni
Tips- vom Kreisfachberater
 
Seerosen-Minis
(TN) Seerosen mit ihren exotischen Blüten verleihen dem eigenen Gartenteich erst das besondere "Etwas". Häufig wird allerdings besonders bei kleineren Teichen die Freude durch die enorme Wuchskraft vieler Sorten getrübt. Ideal für kleine Teiche, Kübel oder Bottiche sind die sog. Minis unter den Seerosen. Sie sind schon mit einem halben m² Platz zufrieden. Diese kleinwüchsigen Hybriden sind als sog Laydekeri Hybriden bekannt und sind kleine Meisterstücke des französischen Züchters Marliac. Aus dem Wasser genommen und vollständig mit Moos bedeckt können die Pflanzcontainer übrigens auch in einem kühlen frostfreien Raum überwintert werden, wenn die Wassertiefe von mind. 50 cm nicht vorhanden ist um Frostschäden zu vermeiden.
 
Johannisbeeren am Spalier
Die Früchte der Roten Johannisbeeren reifen meist um den 24. Juni, was ihnen auch den Namen gab. Nach der Ernte der mineralstoffreichen Frucht sollte der Strauch ausgelichtet werden. 8 bis 10 kräftige Triebe pro Busch reichen völlig aus. Triebe, die älter als 4 bis 5 Jahre sind werden bodennah entfernt. Das gleiche gilt für überzählige schwache Triebe. Eine interessante Alternative zur herkömmlichen Busch- oder Stämmchenkultur ist die ein- oder mehrtriebige Erziehung als Hecke am Drahtrahmen. Diese intensive Form der Beerenkultur wird durch höhere Ernten und durch eine gleichmäßigere Reife belohnt. Auch Weichobst ist eine gewisse Zeit haltbar, wenn es so schnell wie möglich nach der Ernte gekühlt wird. Bei Temperaturen von bis zu 0°C ist es max. acht bis zehn Tage haltbar.
 
Sommerriss von Wasserschossen
Einjährige Konkurrenztriebe und nach innen wachsende Triebe können jetzt mit samt der Basisaugen manuell abgerissen werden. Das Reißen geht schneller als das Scheiden und fördert zudem die Wundverheilung. Durch das Waagerechtbinden von Trieben, die für den Kronenaufbau entbehrlich sind, wird das Längenwachstum zugunsten der Knospenbildung gebremst.

Zurückgetrocknete Triebe bei Sauerkirschen sind meist vom Monilia-Pilz befallen. Sie werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und entsorgt.
 
Königsknopse ausbrechen
Die Paprika hat in den letzten Jahren einen Stammplatz im Gewächshaus oder anderen geschützten Kulturräumen eingenommen. Die Ernte fällt reichlicher aus, wenn man die erste Knospe an der Spitze -die sog. Königsknospe - ausbricht. Wie Tomaten, Auberginen, und Pepinos sind jetzt regelmäßige Wasser- und Düngergaben für eine gute Fruchtentwicklung entscheidend. Tomaten im Gewächshaus setzten durch regelmäßiges Schütteln in der Mittagszeit reichlicher Früchte an. Regelmäßiges Lüften sorgt zudem für trockene Pollen, und verbessert die Bestäubung. Sind die ersten Beete im Freiland abgeerntet, können mit speziellen Sommersorten von Radies, Rettich und Salaten, die langsam reifen und weniger schossen (Blüten ansetzen) die Lücken geschlossen werden. Wer selbst Blumenkohl kultiviert und schöne weiße Köpfe erzielen möchte, sollte die Blätter jetzt einknicken und über den Kopf legen.
Spektakulär, aber kurz ist die Blüte des Türkischen Mohns. Da er nach der Blüte einzieht, ist eine entsprechende Vorpflanzung empfehlenswert, um die Lücke zu kaschieren.   
Eine dankbare Kletterpflanze für halbschattige bis schattige Standorte ist die Kletterhortensie. Sagt ihr der Standort zu, dankt sie es mit einer üppigen Blütenpracht.   
Seerosen verleihen mit ihren exotischen Blüten dem eigenen Gartenteich erst das besondere "Etwas". Für kleinere Teiche oder Kübel eignen sich die sog. "Minis".   
Veredlungsköpfe, die mit Bast verbunden werden sollten vorsichtig aufgeschnitten werden, damit das Bindematerial nicht einschnürt.