Neuer Beirat startet mit dem Kreiswettbewerb "Das schönere Dorf, - die schönere Stadt 2003-2005 "
 
(TN) Mit der Ausgangsbewertung, die vom neu gewählten Kreisbeirat in den 55 teilnehmenden Orten im Landkreis Coburg durchgeführt wurde, geht der im Coburger Landkreis seit langem etablierte Wettbewerb in eine neue Runde.

Neue Vorsitzende des Beirates ist Frau Kreisrätin Annegret Schunk. Den Kreistag vertreten weiterhin Herr Richard Schleifenheimer und Herr Werner Kessel. Frau Elisabeth Musbach als Sachverständige für Landwirtschaft vom Landwirtschaftsamt, Kreisbaumeister Johann Krammer als Bausachverständiger und Kreisfachberater Thomas Neder als Grünsachverständiger vervollständigen den Ausschuss.

Erfreut zeigt sich der Kreisbeirat, dass man trotz der knappen Haushaltslage in den Städten und Gemeinden die Idee der Dorfverschönerung aufrecht erhalten will und damit weiterhin Impulse zur Verbesserung des Ortsbildes und zur lebenswerten Gestaltung des Wohnumfeldes geben möchte.

Die Ausgangsbewertung erfolgte unter folgenden Gesichtspunkten:

Dorf in der Landschaft (27 Punkte)
Grüngestaltung und Entwicklung (32 Punkte)
Baugestaltung und Entwicklung (41 Punkte)


"Jede teilnehmende Ortschaft ist im Grunde ein Gewinner, auch wenn sie vielleicht keinen Preis erhält, denn jeder Bürger des Landkreises möchte in einer schönen Umgebung wohnen und sich wohlfühlen", so Vorsitzende Annegret Schunk. Positiv fiel den Juroren vor allem die behutsame Einbettung der alten Ortskerne durch Obstbaumgürtel, Heckenzeilen oder Großgrün in die Landschaft auf. Diese grünen Übergangszonen wurden allerdings trotz beispielhafter Eingrünungen in einigen Neubaugebieten vermisst. Auch die Beachtung des natürlichen Geländeverlaufes und die Farbgebung der Neubauten können leider nicht immer als gut gelungen bezeichnet werden. Selbst wenn der Blumenschmuck nicht mehr im Vordergrund steht, verleiht dieser den Ortschaften natürlich nach wie vor den individuellen warmen Charakter und Charme, den man nicht missen möchte. Aus diesem Grund ist er auch weiterhin Teil der Bewertung und fließt in den Punkt Grüngestaltung mit ein.

Gute Beispiele haben Maßnahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung in den Ortskernen hinterlassen. Einig war man sich über die Bedeutung der Altbausanierung und den Erhalt gewachsener Strukturen in den Ortszentren. Durch den Schluss von Baulücken innerhalb der Ortschaften, kann nach Meinung der Kommissionsmitglieder der zunehmende Landverbrauch zwar nicht verhindert, aber zumindest doch eingeschränkt werden.

Nach der jetzt erfolgten Bestandsaufnahme durch den Kreisbeirat, werden in der Endbewertung im Jahr 2005 die von den Gemeinden und Städten gemeldeten Maßnahmen begutachtet und der sogenannte Zuwachs bewertet. Dies hat zur Folge, dass auch kleine positive Veränderungen, die man vielfach auch mit relativ bescheidenen finanziellen Mitteln durchführen kann, viele Pluspunkte bringen können. Es geht also weniger um die Suche nach "der Schönsten (Gemeinde) im Landkreis", sondern darum, was sich in der letzten Zeit vor Ort bewegt hat. Die Ausgangsbewertung wird deshalb nur zu einem geringen Prozentsatz mit in die Endbewertung einfließen.

Die Jury wünscht jedem Teilnehmer des Wettbewerbs viel Erfolg und dankt für das Bemühen, den eigenen Lebensraum lebens- und liebenswert zu gestalten.
 
Respekt und Anerkennung zollte der Kreisbeirat z.B. dem Erhalt der betagten Kastanienallee in Moggenbrunn, die mittlerweile zum der Wahrzeichen der Ortschaft geworden ist

von links: Krammer/Kessel/Musbach/ Neder
es fehlt Herr Schleifenheimer