Der Garten im April
 
(TN) Obstbäume, die zwischen starken und ausbleibenden Erträgen schwanken, also alternieren, sollten möglichst erst während oder kurz nach der Blüte geschnitten werden. Bei kleinen oder kleingehaltenen Bäumen bietet sich zudem eine starke Fruchtausdünnung an, damit sich der Baum nicht zu stark erschöpft. Zur Orientierung sei bemerkt, dass 1 Apfel etwa 20 Blätter für eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen benötigt.

Befruchtersorten einveredeln
Treten bei isoliert stehenden Kirschen Befruchtungsprobleme auf, kann man einige, in einen Eimer Wasser gestellte Blütenzweige wilder Kirschen in der Baumkrone aufhängen. Auf längere Sicht wäre das Einveredeln einer oder mehrerer Befruchtersorten empfehlenswert. Trockene Nordwinde wirken sich übrigens auch negativ auf die Befruchtung aus, da die Flüssigkeit auf der Narbe eintrocknet und der Pollen nicht "andocken" kann.

Höhepunkt der Saat- und Pflanzzeit
Im Gemüsegarten ist der Monat April und Mai der Höhepunkt der Saat- und Pflanzzeit. Vor allem mit Langtagpflanzen wie Spinat sollte man nicht allzu lange warten. Spinat wird jetzt dünn verteilt im Reihenabstand von 20 bis 25 cm gesät und nach 8 bis 10 Wochen geerntet. Wer auch im Sommer auf dieses Blattgemüse nicht verzichten will und keine Tiefkühlkost verwenden möchte, kann auf den relativ unbekannten Neuseeländer Spinat ausweichen. Er wird Ende April ausgesät. Da er unregelmäßig keimt, sollte das Saatgut 24 Stunden im Wasser vorquellen. Lange gesunde Rettiche erntet man nur in einem tiefgründig gelockerten und fruchtbarem Boden. Bei der Kultur kommt es auf gleichmäßige Feuchtigkeit und genügend Licht an. Schwarze, runde bis gürtelförmige Stellen weisen auf einen Befall mit der Rettichschwärze hin. Die milden japanischen Rettiche werden hiervon weniger befallen.

Knackige Vitaminspender
Salat unter einem luftigen Vlies wächst zügig zu einem knackigem Vitaminspender heran. Hier gibt es mittlerweile eine verwirrende Vielfalt neuer Sorten und Zuchtlinien. Batavia Salate besitzen den Biss des Eissalates und die zarte Blattstruktur der Kopfsalate. Kraussalate sind eine Kreuzung aus Eichblattsalaten und Kopfsalaten. Die Blätter sind knackig aber dennoch nicht hart. Lange und zarte weiße Schäfte erhält man beim Lauch durch Anhäufeln. Deshalb sollte man bei der Pflanzung zwischen den Reihen 50 bis 60 cm Platz lassen, damit genügend Erdreich zum zur Verfügung steht. Alternativ kann man auch die in Holland und Belgien erprobte Lochpflanzung durchführen. Hierzu setzt man die Jungpflanzen in ca. 15 cm tiefe Löcher, die man mit einem Stiel oder einem Pflanzholz vorbereitet. Die Jungpflanzen werden nicht mehr angedrückt, sondern einfach nur noch beim Angießen eingeschlämmt.

Staudenbeete humisieren
Auf dem Staudenbeet können überalterte Bestände aufgenommen und in faustgroße Stücke geteilt und wieder aufgepflanzt werden. Ein flächendeckendes, fingerstarkes Humisieren mit unkrautfreiem Kompost erspart bis auf einige Starkzehrer wie Rittersporn, eine zusätzliche Düngung. Dies kann auch in organischer Form z.B. Hornspäne verabreicht werden. Wer nicht weiß, wo und wie er den eigenen Kompost verwerten soll, kann ihn grob durchsieben und flächig (ca. 5.l / m²) über den Rasen verteilen. Dies reicht bei wenig strapazierten Rasenflächen zur Nährstoffversorgung weitgehend aus. Alternativ bieten sich handelsübliche Langzeitdünger an, die eine schnelle Auswaschung der Nährstoffe und Grundwasser verhindern und Düngefehler in der Regel verzeihen.

Narzissen haben ihre Hauptblüte im April. Im Gegensatz zu den Tulpen wünschen sie frische feuchtere Böden. Zur Stärkung wird nach der Blüte die Samenanlage ausgebrochen. Die Blätter bleiben noch bis nach dem Vergilben stehen.
 

Anemone Blanda:
Als "Mercedes" unter den Anemonen gilt die Balkan-Anemone. Die 4 bis 5 cm großen Büten leuchten in einem strahlenden Blau, wie man es selten im Garten findet.
  
Die Japanische Aprikose (Prunus mume Beni-shi-dori) enwickelt ein prächtiges Blütenspektakel. Um sie vor Spätfrösten zu schützen ist ein geschützter Standort am Haus empfehlenswert.   
Die heimische Küchenschelle gibt es mittlerweile in vielen Farben und Formen. Sie fühlt sich in trockenrasenartigen Pflanzungen wohl.   
Skurril erscheinen die mächtigen Knospen des Rhabarbers die mit aller Macht das Erdreich durchbrechen. Geerntet werden die Blattstiele nur bis Ende Juni Anfang Juli, um den Pflanzen die Bildung neuer Aufbaustoffe für das kommende Jahr zu ermöglichen.   
Stark duftend und optisch ansprechend ist die frühe Blüte des Seidelbastes. Er liebt humose, durchlässige, feuchtere Böden.   
Zu den frühblühenden Rhododendron Arten gehört Rhododendron calophytum. Der cremfarbenen Blüte entströmt ein angenehmer Duft. Damit die frühe Blüte nicht erfriert ist ein geschützter Standort wichtig.