Ketschendorfer Gartenfreunde testen Obstgehölze auf schwachwachsenden Unterlagen.
 

Welche Größendimensionen starkwachsende Unterlagen bei Kirschen, Birnen und Äpfeln erreichen, wird so manchem Obstliebhaber meist erst bei der Ernte bewusst. Nicht selten werden zum Beernten der Krone unhandliche lange Leitern benötigt, bzw. man resigniert einfach vor der oberen Kronenregionen und überlässt die Ernte den Vögeln.

Erfahrung sammeln möchten die Ketschendorfer Gartenfreunde mit schwachwüchsigen Unterlagen, die bequem mit der Hand, bzw. einer Stehleiter beerntet werden können. In einer eigens neben der bestehenden Streuobstwiese geschaffenen Anlagen wurden Kirschen auf sog. Weihroot und Gisela Unterlagen gepflanzt. Bei den Äpfeln hat man sich für die Unterlage M 26 entschieden. Die Zwetschgen stehen auf der sog. Prunus St. Julien A Unterlage. Die Pflanzstreifen werden zur besseren Kulturführung grasfrei gehalten und später abgemulcht. Auch das Sortenspektrum weicht vom alten Sortiment ab. Vor allem bei den Äpfeln wurden viele Resistenzzüchtungen der sog. Re- und Pi Reihe aus Dresden Pillnitz verwendet. Damit die Garnierung des Spaliers zufriedenstellend erfolgt, wurde zusammen mit Kreisfachberater Thomas Neder an der Pflanzung ein regulierender Sommerschnitt durchgeführt. Kontinuierliche Aufzeichnungen über die Sorten und Unterlagen sollen auf Bitte des Kreisfachberaters eine aussagekräftige Bewertung über die Eignung für den Coburger Raum liefern.

 
Viel Arbeit hat die neue Obstanlage des OGV Ketschendorf gemacht, welche die Vorstandschaft und aktiven Helfer des Vereins interessierten Gartenfreunden vorstellen möchten.