Der Garten im Februar
Tips- vom Kreisfachberater
 
Bestmögliche Sorten wählen
Ab Mitte Februar können Sommerblumen mit längerer Vorkultur wie z.B. Petunien, Gazanien, Zinnien, Salbei oder Lobelien ausgesät werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein heller Standort und Temperaturen zwischen 15 und 18°C. Im Handel erhältliche Aussaaterde ist der normalen, nährstoffreichen Blumenerde vorzuziehen. Eigene Mischungen mit Komposterde machen nur im sterilisierten Zustand Sinn, da sie noch viele Keime beinhalten. Mit Tomaten kann man sich noch bis Ende Februar -Ende März Zeit lassen. Auberginen und Paprika lassen sich in ihrer Entwicklung nicht drängen. Sie können deshalb schon Anfang Februar bei 18-22°C ausgesät werden. Grundsätzlich lohnt es sich immer, etwas mehr Geld für eine gute Sorte auszugeben. Sie zahlt es mit einem deutlichen Mehr an Ertrag und Krankheitsresistenz zurück.
 
Empfindliche Lilienzwiebel
Jetzt im Fachhandel gekaufte Zwiebel- und Knollenpflanzen sollte man nicht längere Zeit warm und trocken liegen lassen. Dahlienknollen werden in Töpfe gepflanzt und bis zum Auspflanzen im Keller aufbewahrt. Besonders Lilienzwiebel, denen eine schützende Haut fehlt, sind gegen Trockenschäden sehr empfindlich. Auch sie kommen zunächst in Töpfe. Mit am einfachsten zu kultivieren sind die unzähligen Sorten der Asiatischen-Hybriden. Sie blühen vor allem im Juli. Die Blüten haben im Gegensatz zu den Orientalischen Hybriden keinen Duft. Generell kann man sagen, dass alle Lilien einen luftig-lockeren Boden benötigen, der sich auch über längere Zeit hinweg nicht verdichtet, andererseits aber auch nicht zu schnell austrocknet. Gut ist ein Standort, bei dem der Fuß im Schatten, der Kopf in der Sonne steht. Oft fehlt leider eine fachgerechte Etikettierung. Im Zweifelsfall deshalb am besten nachfragen.
 
Standortwechsel kann Wunder bewirken
Ist der Boden aufgetaut, können wurzelnackte Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Wenn junge Rosenpflanzen, Erdbeeren oder Obstgehölze nicht richtig an- oder weiterwachsen, obwohl man scheinbar gute Pflanzenqualität erworben hat, und der Standort optisch in Ordnung ist, kann dies insbesondere bei kleinen Gärten an der sogenannten Bodenmüdigkeit liegen. Hiervon betroffen sind vor allem Vertreter der Rosengewächse. Dazu zählt man z.B. Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Brombeere, Himbeere, Erdbeeren und Rosen etc.

Durch einseitigen und wiederholten Anbau kommt es nicht nur zur Verarmung des Boden an Nährstoffen, den man notfalls durch gezielte Düngung nach Bodenuntersuchung ausgleichen könnte, sondern leider auch zu einer Anreicherung zahlreicher Schadorganismen. Hierzu gehören vor allem Pilze, Nematoden und tierische Schadorganismen. Das wirksamste und einfachste Mittel ist ein gezielter Standortwechsel.

 
Rückschnitt der Sträucher und Halbsträucher
Spätblühende Sträucher und Halbsträucher (Lavendel, Heiligenkraut, Wermutarten) können jetzt in der noch etwas arbeitsärmeren Zeit fachgerecht zurückgeschnitten werden. Frühblühende Ziersträucher werden so nötig am besten erst nach der Blüte geschnitten. Auch die Sommerheide ist für einen Verjüngungsschnitt der jetzt durchgeführt werden kann dankbar. Die Winterheide mit Blütenansätzen bleibt davon natürlich noch verschont.
 
Obstgehölzschnitt
Beerenobst und Steinobst wird meist sofort nach der Ernte geschnitten. Starkwachsende Apfelsorten wie Gravensteiner, Boskoop etc, schneidet man am sinnvollsten erst kurz vor oder sogar erst nach der Blüte, um das Wachstum nicht noch stärker zu fördern. Das Waagerechtbinden der Triebe ist eine weitere Möglichkeit um frühe und regelmäßige Erträge zu fördern.

Ein Standortwechel kann bei der Neupflanzung von Rosen
oder Obstgehölzen kleine Wunder bewirken.
  
Die Zaubernuss gehört mit zu den edelsten Gartengehölzen. Sie verdient
durch Ihr Blütenfeuerwerk mitten
im Winter einen etwas geschützten und einsehbaren Platz in Hausnähe.
  
Schon Ende Jan/ Anfang Februar strecken die robusten Orientalis Hybriden
der Schnee- oder Christrose
ihre Blütenköpfe aus der schützenden Laubschicht und leuten das nahende
Frühjahr ein.
Bis weit in den Spätwinter leuchten die Früchte des Sanddorns. Nur
weibliche Pflanzen tragen Früchte!
Ganz im Sinne des an Hitze und Trockenheit angepassten Brandkrautes verlief der letztjährige heiße Sommer.
Die aparten Samenstände halten bis ins Frühjahr und sollten der Schere nicht zum Opfer fallen