Kostenlose Bioheizung im Gemüsegarten
 
(TN) Alt, aber bestens bewährt ist die Mistbeetpackung zur Verfrühung der ersten Gemüsekulturen im kalten Kasten oder im Gewächshaus. Sie kostet nichts, sorgt für körperliche Ertüchtigung und eröffnet schon Mitte Februar die Gartensaison. Ungeduldige Gärtner, die den Startschuss ins neue Gartenjahr nicht erwarten mögen, können mit der "Installation der Bioheizung" bereits Mitte Februar beginnen.

Als Vorbereitung wird das alte Substrat ca. 50 cm tief ausgehoben und seitlich gelagert. In die ausgehobene Grube füllt man am besten Pferdemist. Die Höhe der Mistlage sollte nach dem Festtreten 40 bis 50cm betragen. Je fester die Packung, desto gemächlicher erfolgt die Wärmefreisetzung - etwas lockerer gepackt, wird die Heizung somit etwas höher gedreht. Damit die Mikroorganismen zügig mit dem biologischen Abbau der organischen Substanz beginnen können, sollte man trockenen Pferdemist gut anfeuchten. Die oben aufgefüllte Erdschicht beträgt ca. 20 cm. Im kalten Kasten muss bis zur Glasscheibe noch ein ausreichender Spielraum von etwa 25 cm vorhanden sein. Etwas Geduld bis zur ersten Bepflanzung ist allerdings notwendig, denn erst nach einer guten Wochen sind die schädlichen Ammoniakgase entwichen. Um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, sollte man aber auch danach für eine reiche Frischluftzufuhr sorgen. Als Kälteschutz kann der Kasten von außen ebenfalls mit Mist, Stroh oder Laub eingebaut werden.

Rindermist erwärmt den Boden übrigens nicht so stark. Sog. kalte Mistarten, wie Hühner-, Tauben- oder Schweinemist eignen sich für eine Mistpackung nicht.

Eine Kombination von Altbewährtem mit sog. High-Tech wäre der Einsatz eines selbstlüftenden Frühbeetes - einer Technik, die seit einiger Zeit im Handel für Frühbeetkästen angeboten wird und in gut ausgestatteten Gewächshäusern als Standart angesehen wird. Natürlich ist der gewissenhafte Handbetrieb, mindestens genau so gut und wesentlich günstiger, wenn auch zeitaufwendiger.