Der Garten im November – Tipps vom Kreisfachberater
 

Zauberhafte Gräser
Viele Gräser wie Lampenputzergras, Reitgras oder Pfeifengras sind vor allem im Spätherbst eine Augenweide. Sie verleihen Staudenflächen auch in der blütenarmen Zeit Struktur, Dynamik und Leben. Sie können bis zum Frühjahr stehen bleiben. Auch andere Stauden mit schönem Winteraspekt sollten noch von der Schere verschont bleiben. Wer Muse hat kann die Staudenbeete bereits im Spätherbst mit Kompost –am besten gedämpft - gleichmäßig abdecken. Dieses sog. Humisieren vitalisiert Stauden und verlängert die Lebensdauer. Reste von Blumenzwiebeln müssen nun schleunigst in die Erde.

Robuste Kübelpflanzen sind für jeden Tag länger im Freien dankbar. Bevor sie ins Winterquartier kommen, sollte nochmals auf Schädlinge kontrolliert und totes Holz und alte Blätter entfernt werden.

Frostschutz für Wintergemüse
Gemüse, die im Freiland bleiben, wie Spinat, Feldsalat, Löffelkraut, Winterzwiebeln und Winterportulak deckt man am besten mit Vlies ab. Lauch, Grünkohl Zuckerhutsalate und Rosenkohl überstehen leichte bis mittlere Fröste ohne Schaden Starker Forst kombiniert mit starker Sonneneinstrahlung und Wind hinterlässt jedoch Schäden. Sinnvoll ist es daher, die Gemüse samt Wurzeln im Schutze von Gebäuden oder in leerstehenden Frühbeeten einzuschlagen. Rote Beete können wie Kartoffeln in großen Kisten oder Mieten in Haufen liegen. Melonen und Hokkaidokürbisse sind in einem kühlen, trockenen Keller über mehrere Monate lagerfähig und können bis März verarbeitet werden. Kurz vor Wintereinbruch kann noch Rhabarber geteilt und in einem Abstand von ca. 1m gepflanzt werden.

Noch ist Pflanzzeit
Vor dem Zufrieren des Bodens kann man Obst- und Ziergehölze noch ohne Probleme pflanzen. Werden immergrüne Gehölze und Koniferen zu spät gepflanzt, kann es zu Trockenschäden kommen. Für Brombeeren, Kiwis, Weinreben, Aprikosen und Pfirsiche ist das Frühjahr die bessere Pflanzzeit. Wurzelnackte Gehölze stellt man am besten über Nacht ins Wasser, damit sie sich voll saugen können. Schwere Böden können mit Sand, leichte Böden mit reifer Komposterde durchmischt werden. Düngergaben in die Pflanzgrube schaden mehr als sie nützen. Werden veredelte Obstgehölze zu tief gepflanzt, macht sich das Obstgehölz frei. Die Edelsorte beginnt also eigene Wurzeln zu bilden.

Einfache Steckholzvermehrung
Wer auch im Spätherbst selbst vermehren will, kann es mit einjährigen ca. 20 – 30 cm langen Steckhölzern von Johannisbeeren probieren. Auch Steckhölzer von Quitten und Pflaumen können mit diesem Verfahren alternativ zur Veredlung vermehrt werden. Gesteckt wird bis zum obersten Augen in eine sandige Gartenerde oder in einen größeren Topf.

Fast alle Sauerkirschsorten werden inzwischen von der Spitzendürre und der Fruchtfäule befallen. Als gering anfällig gelten Karneol, Morina, Safir, Schwäbische Weinweichsel und Korund. Die beliebte Schattenmorelle gilt leider als extrem anfällig und kann nicht mehr empfohlen werden. Die Sauerkirsch-Spindel ist eine neuere Anbauform und bringt im Vergleich zu den alten Rundkronen erhebliche Vorteile.

 

 

Einen Hauch von Frühling vermittelt die Blüte des Herbstkrokus.

Viele Gräser, wie das Pfeifengras, verleihen dem Staudenbeet auch im Spätherbst eine attraktive Note

An einem ungestörten Pflanzplatz im Schutze von Gehölzen kann sich das Wildalpenveilchen zu beeindruckenden Blütenteppichen entwickeln. Einige Arten blühen bereits im Spätherbst bzw. im zeitigen Frühling.

Auch wenn viele Wildrosenarten eher zurückhaltend in der Blütenfülle sind, beeidrucken sie oft durch einen reichen Fruchtbehang wie hier Rosa brunonii.