Der Garten im Oktober – Tipps vom Kreisfachberater
 

Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze
Der Oktober ist für laubabwerfende Gehölze mit nackten Wurzeln eine gute Pflanzzeit. Allerdings sollte damit bis zum Laubfall gewartet werden. Robuste einheimische Gehölze können bei frostfreiem Wetter und aufgetautem Boden aber während des ganzen Winters gepflanzt werden. Im Gegensatz zu Frühjahrspflanzungen, die häufig mit der Frühjahrs- trockenheit zu kämpfen haben, können Gehölze die Bodenfeuchte im Herbst nutzen und bei Temperaturen ab 4°C noch Wurzeln bilden. Werden Baumpfähle benötigt, diese können zur besseren Haltbarkeit unten mit einem Gasbrenner oder einer Lötlampe angekohlt werden. Dies erspart pflanzengiftige Imprägniermittel.

Mit Staudenpflanzungen sollte man jedoch nicht mehr allzu lange warten, da die kleinen Ballen bei späten Pflanzerminen häufig hochfrieren und nachfolgend oft vertrocknen.

Auf mit Fischen besetzten Gartenteichen sollte Falllaub, sowie größere Mengen an Seerosenblättern und Blüten entfernt werden, da sie bei ihrer Zersetzung dem Wasser Sauerstoff entziehen.

Gemüse einlagern
Im Gemüsegarten kann man Fenchel, Lauch, Radicchio und Feldsalat bei drohenden Nachtfrösten mit einem Vlies bedecken. Endivien, Zuckerhut, und Kohl kann mit dem Strunk aus der Erde genommen und kopfüber an einem luftigen, kühlen Ort an einer Schnur aufgehängt werden. Eine andere Alternative ist das Einwickeln in Zeitungspapier und das Einstellen in hohe Kisten. Zwar trocknen die äußeren Blätter zusammen, das Innere bleibt jedoch vor Fäulnis geschützt.

Wer im Juni- Juli die erste Frucht beim Paprika entfernt hat, kann sich noch durch einen gleichmäßigen Fruchtbehang erfreuen. Erst relativ spät färbt der reifende Paprika kurz vor der Reife in Rot, Violett oder Gelb um. Das Aroma verbessert sich deutlich.

Quitten sollten möglichst lange am Baum belassen werden. Unreife Früchte sind hart aromaarm und neigen zum Schrumpfen. Die flachstreichenden Wurzeln der Himbeeren trocknen schnell aus und sind frostgefährdet. Eine Abdeckung aus Mist, Stroh oder halbverrottetem Kompost schützt das Wurzelgeflecht. Erdbeeren werden nochmals von Ausläufern befreit und ebenfalls mit einer dünnen organischen Abdeckung angedeckt.

Drahteinlagen gegen Wühlmäuse
Drahteinlagen in Pflanzgruben, die vor Wühlmäusen schützen sollen, können, so sie 40 cm tief in den Boden gesetzt werden, zum besseren Durchwachsen der Wurzel unten auch offen bleiben, da Wühlmäuse fast nie tiefer graben. Der Überstand zum Stamm sollte allerdings eingeschlagen werden.

Zierquitten sind nicht nur ansprechende Frühjahrsblüher. Die Vitamin C reichen Früchte eignen sich in Mischung mit anderen Früchten hervorragend zur Herstellung von Gelee und Marmelade.


 
Die moderne Züchtung hat eine Reihe robuster Weinsorten wie z.B. Regent, Phoenix oder Muscat Bleu für den Hausgarten hervorgebracht, die auch ohne Pflanzenschutzmittel kultiviert werden können.

  
Wesentlich kleiner als die neuseeländische Kiwi, dafür aber umso frosthärter, ist die sog. Bayernkiwi. Die Vitamin C reichen Beeren reifen im Oktober und können mit der Schale gegessen werden.

  
Im Trend der Zeit liegt die zu den Distelgewächsen zählende Artischocke. Die fleischigen Böden der Blütenknospen enthalten den Bitterstoff Cynarin, der bei verschiedensten Krankheiten heilsam wirkt.