Kreiverband für Gartenbau besichtigt Gartenkultur in Thüringen

Von der Landesgartenschau bis zum Garten der Glückseeligkeit

 

(TN) Auf starke Resonanz stieß die Lehrfahrt des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. Dank eines reichhaltigen Angebotes, das neben der Landesgartenschau in Nordhausen auch einen Kurzbesuch im Rosengarten und im Japanischen Garten in Bad Langensalza vorsah, war der Reisebus bis auf den letzten Platz besetzt.

Aufwendige Terrassengärten
Klein aber fein präsentierte sich die Landesgartenschau im Thüringischen Nordhausen. Mitten in der Stadt präsentierte sich auf 9 aufwendig gestalteten Terrassengärten das Gartenfest mit Highlights für Jung und Alt. Als Novum wurden für die jungen Gartenfreunde vom schwindelerregenden Kletterturm bis zur Tierwelt der Eiszeit erstmals flächendeckende Beiträge angeboten. Klassiker waren wie immer die Themengärten des gärtnerischen Berufsstandes, wobei besonders die Bepflanzung mit ein- und mehrjährigen Kletterpflanzen im Schutz der warmen Trockenmauern ein reiches Farbenspektakel lieferte. Auch ein breites Sortiment malerischer Gräser mit herbstblühenden Stauden lieferte kreative Anregungen für den eigenen Hausgarten. Eine kurzer Abstecher über die historische Stadtmauer führte ins Stadtzentrum und informierte über die wechselvolle Geschichte der Stadt, die im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört wurde.

Überschwengliche Rosenpracht
Ganz im Zeichen der 2. Rosenblüte empfing der Rosengarten in Bad Langensalza die Coburger Reisegruppe. Geschickt nach Rosentypen und Farbspektren aufgeplant, präsentierten sich auf 17 ha über 420 Rosensorten, wobei auch die Sorte Gruss an Coburg nicht fehlte. Das Rosenmuseum am Klagetor informierte über die einstige Bedeutung des Rosenanbaus in der Gegend von Bad Langensalza.

Im Garten der Glückseligkeit
Kofuku No Niwa, was soviel wie der Garten der Glückseligkeit bedeutet, setzte am Schluss der Reise einen beruhigenden Akzent auf die immense Vielfalt der Reiseeindrücke. Um die Bedeutung des symbolträchtigen japanischen Gartens mit Stegen, Brücken und Wasserelementen auch richtig zu verstehen, gab die Planerin Frau Dipl. Ing. Hasskerl Schilling eine ausführliche Einweisung in die Hintergründe japanischer Gartengestaltung und Gartenphilosophie.

Zum bebilderten Rückblick über die Sonderzugfahrt nach Istrien, den Kreisfachberater Thomas Neder am 5. November in Bad Rodach halten wird, ergeht schon jetzt herzliche Einladung. Näheres wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

 
Mit über 420 Sorten bietet der Rosengarten in Bad Langensalza eine beeindruckende Vielfalt der "Königin der Blumen"

  
Klein aber fein präsentierte sich die Landesgartenschau im thüringischen Nordhausen

  
Symbolträchtige Elemente wie Stege, Brücken und Torbögen durchziehen japanische Gärten