Der Garten im September– Gartentipps vom Kreisfachberater für Gartenbau
 

Auch wenn der Sommer noch einige Wochen Galgenfrist hat, läutet der September den Herbst im Garten ein.

Stauden teilen
Auf dem Staudenbeet können bereits jetzt abgeblühte Frühjahrs- und Sommerblüher in faustgroße Stücke geteilt und neu aufgepflanzt werden. Herbstblüher werden, so nicht das ganze Beet umgestaltet wird, im Frühjahr neu aufgepflanzt. Bei der Neupflanzung wird die Fläche von Wurzelunkräutern befreit und tief gelockert. Frische Erde bzw. reifer Kompost sollte eingearbeitet werden. Auflaufendes Unkraut, das den Kompostiervorgang überlebt hat, sollte gründlich entfernt werden. Besser geeignet ist gedämpfter Kompost. Für größere Flächen, die stark mit schwer bekämpfbaren Wurzelunkräutern durchzogen sind, eignet sich besonders bei Neubauten eine Abdeckung mit schwarzer Silofolie. Sie muss die Fläche allerdings eine volle Vegetationsperiode ohne Lichteintritt bedecken.

Robuste Clematisarten
Auch Clematis schätzen eine frühe Pflanzung, damit sie bis zum Winter noch zügig einwurzeln können. Robuste Sorten gegen die gefürchtete Clematiswelke sind Clematis alpina und Clematis viticella. Frühblühende Sorten (bis ca. Juni) brauchen nur etwas ausgelichtet zu werden. Sommerblühende Arten können bis dicht über den Boden zurückgeschnitten werden.

Schnellwachsende Lückenfüller
Bis in den Oktober hinein kann man im Gemüsegarten noch Gartenkresse oder die Salatrauke säen.. Die Salatrauke zeichnet sich durch einen nussig pikanten Geschmack aus und kann jahrelang beerntet werden. Feinschmecker bevorzugen die Wilde Rauke oder Doppelrauke.

Robuste Zwiebeln
Eine interessante Bereicherung des Zwiebelsortimentes ist die Etagenzwiebel - auch Luftzwiebel genannt. Sie kann im Sommer, wie im Winter beerntet werden. Vermehrt wird sie durch haselnussgroße Bulbillen, die am Ende der Triebe entstehen. Relativ wenig verbreitet ist auch die Winterheckzwiebel, die jetzt noch ausgesät werden kann. Sie bildet nur dicke Triebe. Eine richtige Zwiebel fehlt. Das Laub dieser robusten Art kann auch bei Eis und Schnee beerntet werden. Im Gewächshaus oder in Töpfen ausgesät, ist sie ein willkommener Ersatz für Schnittlauch.

Alternative zum Feldsalat
Eine interessante Alternative zum Feldsalat ist der Winterportulak – auch Kubaspinat genannt. Das Gemüse mit den tellerförmigen Blüten stammt aus dem Norden Amerikas, toleriert Frost und eignet sich für die Kultur im Freiland und im Gewächshaus. Man kann die Blätter kochen oder als Salat verwenden.

Sommerschnitt bei Beerenobst
Im Obstgarten sollten die abgetragenen Ruten der Sommerhimbeeren schon stummelfrei abgeschnitten sein. 10 bis 12 Ruten pro lfd. Meter reichen völlig aus. Auch Stachelbeeren und Johannisbeeren sollten ausgelichtet werden. Vor allem bei Hochstämmchen sollte man den dichten Quirlwuchs um die Veredlungsstelle stark auflockern. Die Lebensdauer wird hierdurch sichtlich erhöht. Gut ausgereifte, gesunde Triebe befriedigender Johannisbeersorten können bereits im Herbst als September Steckhölzer vermehrt werden.

Baumhygiene
Faulende Früchte am Baum werden bei der Ernte des Kern und Steinobstes mit abgenommen. Bleiben sie im Baum, infizieren sie im nächsten Jahr weitere Bäume. Auch Fallobst, das häufig vom Apfelwickler befallen ist wird aufgelesen und entsorgt.


 

  
Die Silberkerzen leuchten mit Ihren cremeweißen Blüten auf dem spätsommerlichen wechselsonnigen Staudenbeet
Abgeerntete Gemüsebeete sind im Herbst für eine Gründüngung dankbar.
Nährstoffe werden fixiert, die enge Fruchfolge aufgelockert und der Boden
schützend bedeckt

Gigantische Ausmaße nimmt das aus Südamerika stammende Mammutblatt an. Die Staude benötigt einen guten Winterschutz und kann dann auch bei
uns im Freien kultiviert werden.
Eine stattliche Höhe erreichen viele Rudbeckien Arten. Die strahlenförmigen Zungenblüten werden gerne von Insekten besucht.