Der Garten im November – Tipps vom Kreisfachberater
 

Laub und Reisig als Winterschutz
Heruntergefallenes Laub sollte zwar vom Rasen entfernt werden, kann aber als Mulchdecke unter Gehölzen und auf Stauden verwendet werden. Immergrüne Stauden sollten man allerdings nicht zu dick abdecken. Auch wenn die Winter zwischenzeitlich recht mild geworden sind, danken die Rosen ein Anhäufeln der Veredlungsstelle. Die Triebe bleiben auch bei kräftigen Frösten innerhalb der Abdeckung grün und vital. Zusätzlich können die leicht eingekürzten Triebe noch mit Fichtenreisig abgedeckt werden. Dies gilt vor allem auch für die Hochstammrosen. Jüngere noch biegsame Exemplare kann man umgelegen und die Krone mit Erde abdecken. Eine Alternative ist das Einwickeln in ein luftiges Vlies. Luftundurchlässige Folien etc. eignet sich nicht.

Noch kann gepflanzt werden
Solange der Boden noch offen bleibt, können noch ausstehende Pflanzungen von Gehölzen und Obstgehölzen problemlos durchgeführt werden. Wurzeln wachsen ab Temperaturen von +4°C weiter. Trotz der tiefen Temperaturen schlämmt man die neuen Pflanzen gut mit Wasser ein. Dies dient weniger der Versorgung mit Feuchtigkeit, als vielmehr den direkten Kontakt der Wurzeln mit dem umgebenden Erdreich herzustellen.

Bodenaustausch im Gewächshaus
Durch die einseitige Nutzung der begrenzten Gewächshausfläche bleiben Probleme mit Welkekrankheiten an Gurken und Tomaten leider häufig nicht aus. Hier hilft ein gründlicher Bodenaustausch bis in eine Tiefe von 40 bis 50 cm. Alternativ kann man sich die Kultur in Substratsäcken für das nächste Jahr vormerken. Veralgte und verschmutzte Scheiben können jetzt mit Schrubber und Wasser wieder auf Vordermann bebracht und die Lichtdurchlässigkeit optimiert werden.

Letzte Ernte im Gemüsegarten
Der Vitamin C reiche Grünkohl ist ein ausgesprochenes Wintergemüse. Er ist hart im Nehmen und erträgt Temperaturen bis –10°C ohne größere Schäden. Durch die tiefen Temperaturen gewinnt er sogar noch an Geschmack und sein Zuckergehalt steigt an.

Gemüse im kleinen lässt in Form von Gemüsekraut und Keimsprossen in der Küche anziehen. Von Gartenkresse bis Rettich, Senf oder Salatrauke stehen unterschiedliche Geschmacksnuancen bereit. Vitamine und pflanzliche Öle sind in reichem Maß vorhanden. Grünkraut nennt man die schon etwas weiter herangewachsenen Keime.

Schwere Böden sollten im Gemüsegarten nach wie vor grobschollig umgegraben werden, um Frost und Regen einwirken zu lassen. Leichte Böden kommen auch mit einer Gründdüngung, die im Spätwinter oder Frühjahr flach eingearbeitet wird, auch ohne große Bodenarbeiten aus.

Vorverlegter Frühling
Wer dem Frühlings schon jetzt etwas auf die Sprünge helfen will, kann am 4. Dezember dem Barbaratag, Forsythien, Zierkirschen etc. schneiden, damit sie an Weihnachten blühen. Die Zweige am einfachsten zunächst bei etwa 10 bis 15 °C aufbewahren bis die Knospen angeschwollen sind und dann wärmer stellen.

Bodenproben nehmen
Wer seinen Boden etwas genauer unter die Lupe nehmen will, kann jetzt in aller Ruhe Bodenproben entnehmen und untersuchen lassen. Bodenprobensets mit Anleitung können bei Kreisfachberater Thomas Neder am Landratsamt kostenlos angefordert werden.

 

 

Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) wurde 1854 bei uns eingeführt. Die Früchte sind
sehr Vitamin C reich. Das Fruchtmark kann für Marmelade etc. verwendet werden. Für Vögel ist sind die Früchte eine geschätzte Winternahrung.


Gräser entfalten ihren Charme erst so richtig in der kalten Jahreszeit,
wenn Tau, Schnee und Wind wie hier beim Lampenputzergras mit den Halmen spielen.




Dank des milden Herbstes können sich vereinzelt noch
spätherbstliche Farben wie hier bei der Spirea bis zum Jahresende halten.