Der Garten im Januar– Tipps vom Kreisfachberater
 

An Winterschutz denken
(TN) Tafeltrauben leiden in Verbindung mit schweren Böden oft unter den tiefen Temperaturen und vor allem der Wintersonne. Junge Weinreben lassen sich noch leicht vom Spalier lösen und können auf der Erde mit Fichtenzweigen bedeckt werden. Das Gleiche gilt für frisch gepflanzte Kiwis, die besonders in den Jugendjahren noch etwas geschützt werden sollten. Auch Rosen können, so dies noch nicht geschehen ist, angehäufelt und damit die Veredlungsstelle geschützt werden. Eine Abdeckung mit Koniferenreisig wird ebenfalls dankend angenommen.

Neues aus der Sortenzüchtung
Erfreuliches hat die Sortenzüchtung für den Obstliebhaber anzubieten. Obwohl gestalterisch sehr ansprechend, haben es die Säulenäpfel oder Ballerina Bäume wegen ihrer Krankheitsanfälligkeit und dem mangelhaften Geschmack nicht recht zum Durchbruch geschafft. Geschmacklich ansprechende und neue robuste Sorten sind die Zuchtformen `Ginover`, `Lancelot`, und `Campanilo`. Auch die Säulenzwetsche `Pruntop` ist für den kleinen Garten gut geeignet. Bei den Himbeeren gewinnen die herbsttragenden Sorten wie `Himbo Top`, `Heritage`, `Ruby`, und `Autumn Bliss` im Hausgarten immer mehr an Bedeutung. Die abgeernteten Ruten werden nach der Ernte stummelfrei abgeschnitten. Zur Kultur, der am einjährigen Holz tragenden Zuchtformen kann auf das übliche Spalier verzichtet werden. Wird das Beet im Herbst überdacht, kann man die Anfälligkeit gegen Fruchtfäulen deutlich mindern. Bei den Pfirsichen wird die Sorte `Benedict` für warme Lagen mit fruchtbaren leichteren Böden empfohlen.

Jiaogulan –Heilkraut mit Ginseng Wirkung
Während der Gemüsegarten noch im tiefen Winterschlaf liegt, kann durch keimende Samen von der Fensterbank das Vitamindepot auf natürliche Art und Weise wieder aufgefüllt werden. Neben Gartenkresse, die auf Vlies, Küchenpapier oder in einer Keimschale innerhalb weniger Tage erntereif herangewachsen ist, sind auch Senf, Rettich und die Salatrauke ein pikanter Genuss. An frostfreien Tagen kann auch Petersilie und Schnittlauch ausgegraben und in Töpfe gesetzt im Zimmer angetrieben werden. Wer gerne Kataloge wälzt und Neues sucht, kann es mit dem Jiaogulan- Heilkraut versuchen. Die leicht zu ziehende Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse soll eine Wirkung wie Ginseng besitzen. Getrocknete und frische Blätter können als Tee verwendet, junge Triebspitzen als Bereicherung von Salaten eingesetzt werden (Bezug über www. ruehlemanns.de).

Hygienemaßnahmen im Gewächshaus
Da sich im Frühjahr oft die Arbeiten stapeln und dann so manches auf der Strecke bleibt, kann man die Gunst der ruhigen Januarszeit nutzen, und das Gewächshaus wieder auf Vordermann bringen. Wichtig für Früh- und Spätkulturen ist eine hohe Lichtdurchlässigkeit der Fensterscheiben. Ein Schrubber, viel Wasser und etwas Spülmittel befreien die Scheiben von Algen und Schmutz. Treten alljährlich Probleme mit Welkekrankheiten auf, kann es sinnvoll sein, den Boden bis in eine Tiefe von 40 bis 50 cm auszutauschen.

Wem die Zeit bis zur eigentlichen Gartensaison zu lange wird, sollte es einmal mit Speisepilzen aus dem eigenen Keller probieren. Anwenderfertige Substratballen und Pilzbrut zum Impfen sorgen bei Champion und Egerlingen im temperierten Keller für einen schnellen Erfolg. Wegen der Massenernten am besten vorher mit einer Reihe erprobter Rezepte eindecken.

 

Auch wenn der Gemüsegarten noch im Winterschlaft liegt, kann mit Sprossen von der Fensterbank das Vitamindepot wieder aufgefüllt werden.

      Bis tief in den Winter leuchten die Früchte der Schönfrucht - auch Liebesperlenstrauch -genannt. Der Strauch ist etwas frostgefärdet und bevorzugt milde Lagen.

Auf durchlässigen, nährstoffreichen Böden entwickelt sich das Lampenputzergras zu stattlichen langlebigen Horsten.

        Viele Stauden benötigen eine Summe tiefer Temperaturen um die Keimruhe zu durchbrechen. Sie können schon jetzt an einem geschützten Standort ausgesät werden.

   

Einen willkommenen Kontrast zum Grau verregneter Wintertage liefern die Früchte des Feuerdorns. Sie werden auch von den Vögeln als Winterdessert geschätzt.