Der Garten im Juni– Tipps vom Kreisfachberater
 

Pfingstrosen –„die Dauerbrenner“
(TN) Zu den klassischen Bauerngartenpflanzen gehören die Pfingstrosen. Viele Sorten der Edelpfingstrose haben mittlerweile so schwere Blüten, dass sie besonders bei Regenwetter rasch zu Boden sinken. Sie sind für eine Stütze dankbar. Werden die verblühten Blüten rechtzeitig abgeschnitten, entwickeln sich die kleineren Knospen in Warteposition schneller. Zeigen Blätter und Knospen schwarze Flecken, sollte dieser Pilzbefall sauber abgeschnitten und über den Restmüll entsorgt werden. Ansonsten sind Pfingstrosen echte Dauerbrenner. Sie wollen in Ruhe gelassen, sprich nicht ständig versetzt werden und können ohne Probleme 20 Jahre und mehr alt werden. Bei der Pflanzung nicht zu tief in den Boden setzen und keinen frischen Mist dazugeben. Für Sammler ein wunderbares Objekt, besonders wenn man auch die Wildarten und die Baumpfingstrosen mit einbezieht.

Sommersorten bei Radies und Rettich
Im Gemüsegarten können kalte Nächte noch immer für Ärger sorgen. Sellerie, Lauch, Rote Rüben und Gelbe Rüben können durch die Kälteeinwirkungen leichter schossen, d.h. ungewollte Blütenstände treiben. Eine Vliesdeckung in kalten Nächten lässt die Pflanzen auseglichener reagieren. Radies sind auch im Hochsommer ein Genuss. Damit sie nicht pelzig und hohl werden, sollten spezielle Sommersorten wie z.B. `Big Ben`, `Parat` verwendet werden. Auch die Platzansprüche sollte man nicht unterschätzen. 5-6cm Abstand in der Reihe und 20-25 cm zwischen den Reihen sind optimal. Auch Rettiche präsentieren sich mit einer Reihe von Sommersorten. `Rex`, `April Cross`, oder `Minowase Summer Cross`lassen sich auch im Sommer gut anbauen. Um die Gemüsefliegen abzuwehren, empfiehlt sich ein Kulturschutznetz. Ein regelmäßiger Standortwechsel beugt einem Befall mit Kohlhernie oder der Rettichschwärze vor.

Rhabarberernte bis zum 24. Juni
Anfang des Monats ist im Freiland Pflanzzeit für Weißkraut, Blaukraut, Blumenkohl, Brokkoli, Salate, Gurken und Zucchini. Gegen Ende des Monats warten schon Grünkohl, Endivien, Knollenfenchel, Radichio und Knollenfenchel auf ihre Pflanzung.
Nach alter Bauernregel ist der 24. Juni (Sonnenwende) der Stichtag für die letzte Rhabarber und Spargelernte.

Formgehölze pinzieren
Besonders Formobst- und Spalierbäume müssen im Juni pinziert d.h. ihre Seitentriebe auf ca. 2-3 Blätter eingekürzt und in der gewünschten Form aufgebunden werden. Bis Ende Juli/Mitte August können hierzu einige Pflegegänge erforderlich sein. Wer die Erdbeerpflanzung im August verpasst hat, kann auf die sog. Frigopflanzen zurückgreifen. Sie werden mit kräftigen Wurzeln in Kühlräumen gelagert und können gegen Monatsende gepflanzt werden.

 

 

Schönheit auf den zweiten Blick präsentiert die kerzenförmige Blüte des Kriechenden Günsels. Am Übergang vom Beet zum Weg, oder vor Treppen und Plattenwegen lässt er sich in größeren Gruppen gut einfügen.

 Auch einfache Blüten der botanischen Pfingstrosen (hier: Paeonia wittmanniana) haben ihren Charme. Für Sammler sind sie begehrte Ojekte.