Der Garten im Mai– Tipps vom Kreisfachberater
 

(TN) Im Mai wird es Zeit, neben den Dahlien auch die anderen nicht winterharten Zwiebel -und Knollenpflanzen wieder in den Boden zu setzen. Bei Kälterückschlägen, die sich leider nie genau terminieren lassen, sollten die empfindlichen Neuaustriebe geschützt werden. Ein umgedrehter Blumentopf leistet hier schnelle Hilfe. Frühblühende Sträucher können nach der Blüte ausgelichtet werden. Polsterstauden des Steingartens lassen sich nach dem Verblühen gut hochnehmen, teilen und neu aufpflanzen. Höher wachsende Stauden wie Rittersporn sind für eine rechtzeitige Stütze dankbar.

Gemüsefliegen abwehren
Im Gemüsegarten beginnen mit der Kastanienblüte die Gemüsefliegen zum Leidwesen der Gemüseanbauer aktiv zu werden. Gemüsenetze leisten hier gute Dienste. Sie sollten an den Rändern aber gut eingegraben bzw. beschwert werden. Bei Bohnen lohnt eine Vorkultur in Töpfen. Kalte regennasse Perioden und die lästige Bohnenfliege können so umgangen werden. Eine zu frühe Aussaat oder Pflanzung ist bei den aus den Tropen stammenden Gurken, Kürbissen und Melonen immer riskant. Auf kalten Böden ist die Anlage von Dämmen empfehlenswert. Geschlitzte, wasserdurchlässige Mulchfolie schafft eine deutliche Kulturverbesserung. Tomaten und Paprika sollten erst ins Freiland gepflanzt werden, wenn die Nachttemperaturen dauerhaft nicht mehr unter 10 Grad sinken. Kälteschocks werden meist nicht gut überstanden. Im Gewächshaus erhalten Tomaten den sonnigeren und windigeren Platz. Die Gurken lieben es eher geschützt und luftfeucht. Bei Paprikas lässt sich der Ertrag steigern, wenn die erste Blüte an der Spitze, die sog. Königsblüte entfernt wird.

Neue Columnarbäume
Im Obstgarten gibt es für kleine Gärten interessante Neuigkeiten bei den sog. Columnar- oder Säulen-Bäumen. Sie sind zum einen gegen Krankheiten robuster und werden auch geschmacklich besser beurteilt. Bei den Äpfeln sind dies die Sorten `Pom Pink`, `Pom For You`, `Pom Red Robust`, bei den Zwetschgen `Pruntop`, und bei den Kirschen die Sorten `Claudia` und `Silvia`

Brombeerschnitt
Bei den Brombeeren werden spätestens jetzt die oft langen Seitentriebe auf 2-3 Augen eingekürzt. Dies ist zum einen für die Ordnung des Spaliers wichtig, zum anderen reichen 2 Augen für die kommenden Blütenstände völlig aus. Die Altruten und überflüssige Jungtriebe werden stummelfrei über dem Boden entfernt.

Weg mit der Wühlmaus
Wühlmäuse lieben die saftigen Wurzeln von schwachwachsenden Obst-gehölzunterlagen. Besonders die Apfelunterlage M9 scheint ihnen bestens zu schmecken. Eine Lösung bietet der sog. Wühlmauskorb. Er kann nach unten offen bleiben, sollte oben aber eng anliegen. Eine andere vielversprechende Möglichkeit ist der Einsatz eines sog. Repellents, das unter dem Namen „Mausweg“ im Handel vertrieben wird und gute Erfolge zeigt. Die stark riechenden getränkten Lavasteine werden mit einem Stab flach um den Stamm eingegraben und wirken etwa eine Vegetationsperiode.

 

Eine selten in den Gärten anzutreffende Staude ist das Schildblatt Mit kriechend fleischigen Rhizomen blüht es Anfang Mai in frischen nährstoffreichen Böden und bereichert z.B. den Teichrand.

   Die Frühlingsplatterbse ist eine Waldstaude für humusreiche Mull- und Moderböden. Sie lässt sich gut mit der Forellenlilie kombinieren

 

   Zu den Highlights im Frühling gehört die Blüte der Zierkirschen. Eindrucksvoll und zuverlässig blüht die Japanische Nelkenkirsche