Der Garten im März – Tipps vom Kreisfachberater
 

(TN) Nach dem phänologischen Kalender leitet die Blüte der Haselnuss und des Schneeglöckchens den Vorfrühling ein. Sobald der Boden aufgetaut ist, können überalterte Stauden in faustgroße Stücke geteilt und nach einer Bodenverbesserung wieder aufgepflanzt werden. Auch wurzelnackte Gehölze und Rosen können schon im zeitigen Frühling gepflanzt werden. Die Veredlungsstelle sollte bei Rosen gut 2-3 cm mit Erde bedeckt werden. Neu zu topfende Zimmerpflanzen kommen in ein Gefäß, das etwa 1-2 fingerbreit größer sein sollte als das alte. Häufig reicht auch schon das vorsichtige Ausschütteln des Ballens und ein neues Anfüllen mit guter Pflanzerde. Mit dem Rosenschnitt hat es bis Monatsende noch etwas Zeit. Bei Ziergehölzen können vor allem die Frühsommer und Sommerblüher, falls nötig, ausgelichtet werden. Hierzu werden einige ältere Triebe bis zur Basis ohne Stummel zurückgenommen.

Tomaten und Paprika selbst ziehen
Viele Gemüsesamen haben eine lange Keimdauer. Hierzu gehören z.B. Gelbe Rüben, Petersilie, Ysop und Zwiebeln. Ein einfacher Trick schafft Abhilfe. Man gibt die Samen einfach mit reichlich feuchtem Sand gemischt für zwei Tage in einen Plastikbeutel und bewahrt diesen bei etwa 20 Grad auf. Danach kann man in der bewährten Art und Weise aussäen. Rettich und Radies sollten nicht zu eng gesät werden. Bei Radies sind es 3-4, besser 5-6 cm, bei Rettich 8-10 cm während der Aussaat später 20-25 cm. Der März ist optimal zur eigenen Tomaten Anzucht geeignet. Bis Mitte Mai sollte bereits eine blühende Traube ausgebildet sein. Während Tomaten bei 18 bis 20 ° C keimen, benötigen Paprika 22-24°C. Selbst dann lassen sie sich nicht drängen. Wer sich das Vereinzeln ersparen will, sät direkt in Multitopfplatten. Keimfreie käufliche Aussaaterden sorgen für ein gutes Keimergebnis. „Hochstämmigkeit“ lässt sich durch ein etwas tieferes Pikieren noch etwas korrigieren. Ist nicht genügend Licht vorhanden, ist der Einsatz einer kleinen Pflanzenleuchte anzuraten.

Blutende Gehölze
Mit einem starken Saftaustritt dem sog. „Bluten“ reagieren Kiwi, Walnuss, Birke und Ahorn. Hier ist ein Sommerschnitt anzuraten. Auch Weinreben reagieren empfindlich auf zu späten Schnitt. Sie müssen zur Zeit der Saftruhe geschnitten werden. Stachelbeersträucher und Stämmchen sollten in der Mitte so licht sein, dass sie schnell wieder abtrocknen können. Pilzkrankheiten wird somit vorgebeugt. Zurückgetrocknete Triebspitzen bei Sauerkirschen sollte man noch vor der Blüte großzügig entfernen. Nur so kann der gefürchtete Monilia Spitzendürre vorgebeugt werden.

 


Die Beeren des Efeus zieren den immergrünen Kletterer bis spät
in den Winter. Sie werden von einigen Vogelarten gerne als Winternahrung
angenommen


Hart im Nehmen ist der Winterling. Seine Blüte signalisiert das
ersehnte Ende des Winters.


Die Zaubernuss ist ein reizender Winterblüher für geschützte
Standorte.


Eine launische Dive ist die Kamelie. Zum Spätwinter verzaubert
sie kühle Standorte mit ihrem prächtigen Blütenkleid.

 
 


Nach dem phänologischen Kalender leitet die Blüte der
Haselnuss und des Schneeglöckchens den Vorfrühling ein