Der Garten im November – Tipps vom Kreisfachberater
 

Gemüsebeete vitalisieren
Wer seine Gemüsebeete umgegraben hat und noch etwas Vitalisierendes tun möchte, kann die letzten warmen Tage des Jahres nutzen und als preiswerte Gründüngung Winterroggen oder Wintergerste aussäen. Die keimenden Getreidesamen halten den Boden bedeckt, konservieren die noch in der Bodenlösung befindlichen Nährstoffe und verhindern eine Ausbreitung von Vogelmiere und anderen wuchsfreudigen Unkräutern. Im Frühjahr wird die Gründüngung flach untergearbeitet.

Im Obstgarten können spät reifende Apfelsorten noch am Baum bleiben, um den Gehalt an Aroma- und Inhaltsstoffen voll auszuschöpfen. Leichte Fröste schaden nicht.

Fruchtschäden an Äpfeln
Leider weisen geerntete Früchte auf dem Lager häufiger Schäden auf. Zu den physiologischen - sprich unbelebten Störungen gehört z.B. die Glasigkeit. Glasige Früchte zeigen nach dem Durchschneiden durchscheinende Partien auf. Die normalerweise mit Luft gefüllten Hohlräume des Fruchtfleisches sind mit Saft angereichert. Glasigkeit ist eine physiologische Krankheit, die wie Stippe häufiger bei Überdüngung mit Stickstoff, scharfem Schnitt, geringem Fruchtbehang, oder heißen Sommern auftritt. Sie kann bei der Lagerung wieder verschwinden oder sich in Richtung Fleischbräune weiterentwickeln.

Stippe, die sich durch eingesunkene bittere braune Flecken unter der Schale manifestiert, tritt dann auf, wenn zur Fruchtausbildung zu wenig Kalzium zur Verfügung steht. Dies liegt meist weniger an einer mangelnden Versorgung der Böden mit Kalzium, sondern in erster Linie an Verteilungsschwierigkeiten innerhalb der Pflanze. Längere Trockenphasen, oder hohe Werte an Kalium und Magnesium können hier neben den vorgenannten Ursachen dafür verantwortlich sein. Eine wirksame preiswerte Gegenmaßnahme sind ca. 5 Blattspritzungen mit Kalziumnitrat in Form von Kalksalpeter (1%ig) ab Juli im Abstand von 7 Tagen. Die Anfälligkeit ist Sortenbedingt.

Steckhölzer schneiden
Wer gerne selbst vermehrt, kann es jetzt mal mit Steckhölzern von Quitten probieren. Die einjährigen Triebe werden etwa auf 30cm Länge geschnitten und gut zur Hälfte in lockeren Boden gesteckt. Steckhölzer von Johannisbeeren sind in der Regel 12 bis 15 cm lang und sollten bis zur oberen Knospe in die Erde kommen.

Würzig herbe Zierquitten
Wer gerne Marmelade und Gelees herstellt, und auf Produkte des eignen Gartens zürückgreifen möchte, sollte die inhaltsreichen Früchte der Sorten `Cido` oder `Fusion` probieren. Ebenfalls hervorragend für die Verwertung geeignet ist die Apfelbeere. Gute Handelssorten sind z.B. `Viking` oder `Nero`

Dekorative Ziergräser
Wenn die graue Jahreszeit die Regentschaft übernimmt, wirken die verbliebenen Halme der Ziergräser in Verbindung mit Tau, Reif oder Schnee noch bis weit in den Winter. Reitgras, Pfeifengras, Atlas-Schwingel, Chinaschilf und viele andere Arten geben nun der Staudenrabatte Halt und Leben. Sie können bis zum Spätwinter stehen bleiben.

 

 

In prachtvoller Herbstfärbung präsentiert sich ab Oktober
das heimische Pfaffenhütchen.
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Die Halme des Reitgrases leuchten in der tiefstehenden Herbst- und
Wintersonne bis spät in die Kalte Jahreszeit.



Eine zierende Erscheinung ist das weniger bekannte Plattährengras.
Es eignet sich für die Verwendung auf offenen Rabatten, feuchten Freiflächen
und für den Gehölzrand.

Malerisch wirkt der Japanische Feuer-Ahorn. Er bevorzugt milde Lagen.
Im Jugendstadium ist er für einen Winterschutz dankbar.