Gartentipps vom Kreisfachberater für den Monat Oktober
 

ADR Rosen
Die Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen beginnt ab etwa Mitte Oktober. Pflanzen der Güteklasse A müssen ein gut verzweigtes Wurzelwerk und mindestens 3 Triebe aufweisen. B Qualität besitzt nur 2 Triebe. Durch lange Lagerzeiten in Kühlhäusern verringert sich der Wassergehalt der Rosen oft erheblich. Die Pflanzen sollten deshalb vor der Pflanzung im Herbst für etwa 2 Stunden in Wasser getaucht werden. Im Frühjahr kann es auch doppelt so lange sein. Vor der Pflanzung werden bei Beet-, Strauch-, und Kletterrosen die Triebe bis auf wenige Augen eingekürzt. Pflanzen im Container können, regelmäßige Bewässerung vorausgesetzt, ganzjährig gepflanzt werden und brauchen nicht angeschnitten zu werden. Bei wurzelnackten Rosen achtet man darauf, dass die Veredlungsstelle etwa 5 cm unter die Erdoberfläche kommt. Dies dient dem Frostschutz und vermeidet eine Bildung von Wildtrieben. Hilfreich beim Kauf ist das ADR Gütesiegel. Es besagt, dass die Sorte einer langjährigen strengen Rosenprüfung unterzogen wurde und im Hinblick auf Widerstandsfähigkeit besonders empfohlen werden kann.

Das Sortenkarussell dreht sich
Das Sortenkarussell der Apfelsorten ist ständig in Bewegung. Obwohl Klarapfel oder Jakob Fischer immer noch sehr beliebt sind, bieten sich bei den Sommer- und Herbstäpfeln einige interessante Alternativen an. Retina reift etwas vor Jakob Fischer und gilt geschmacklich ansprechender. Gerlinde, ein Abkömmling von Elstar, ist ein süßer fein säuerlicher Apfel, der James Grieve übertreffen soll. Die Mitte September reifende Rubinola gilt als eine der geschmacklich besten Sorten. Resi ist ein saftiger süßer Pausenapfel der einfach am Spalier erzogen werden kann. Die schorfresistente Sorte Florina ist süß, hat wenig Säure und ist besonders interessant für Leute mit Magensäureproblemen.

Für Frostschutz sorgen
Erdbeeren sind an der Wurzel sehr frostempfindlich und für eine leichte organische Abdeckung dankbar. Hierzu eignen sich auch Fichtennadeln. Die verrotten zwar sehr langsam, sollen aber das Aroma der Früchte verbessern. Für eine Abdeckung ebenfalls dankbar sind die flachstreichenden Wurzeln der Himbeeren

Richtig ernten
Unreife Früchte von Quitten sind hart. schmecken nicht, und schrumpfen bei der Lagerung. Je länger man sie am Baum belässt, desto ausgeprägter entfaltet sich das Aroma. Späten Pflaumensorten wie Top, Jojo, oder Elena tun die herbstlichen tiefen Temperaturen gut. Sie sind vollreif, wenn die Früchte um die Stiele zu schrumpfen beginnen. Zierquitten sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Sie eignen sich gut für Gelees in Mischung mit anderen Früchten oder Kürbissen. Erstaunlich hoch ist der Vitamin C Gehalt. Er liegt zwischen 100-145 mg pro 100g Fruchtgewicht. Bei Boskoop liegt er um die 21 mg.

Wurzelgemüse in Kisten lagern
Fechel, Radicchio, Lauch und Zuckerhut vertragen etwas Frost und können noch auf den Beeten bleiben. Sinken die Temperaturen noch tiefer, sind sie für eine Abdeckung aus Vlies dankbar. Wurzelgemüse kann in Kisten gelagert werden, die man mit Folie auslegt und mit feuchtem Sand füllt. Das Gemüse wird schichtenweise eingelegt und mit einer Schicht Sand abgedeckt.


 

2-4 cm groß sind die Früchte des Speierlings. Sie sind erst im vollreifen Zustand genießbar. Früher wurden sie häufig als Beimischung zum Apfelmost verwendet..

Leuchtend rot sind die attraktiven Früchte des Hahnendorns und
das Apfeldorns, die weit bis in die kalte Jahreszeit den Baum zieren



Der September und Oktober ist der Monat der Herbstastern.
Zusammen mit duftigen Gräsern bringen sie auch im Herbst auf dem sonnigen
Staudenbeet noch eine wahre Farbsymphonie.

Sehr dankbar sind die Bergastern. Im Gegensatz zu den
Kissenastern wuchern sie nicht und bringen eine enorme Leuchtkraft auf die Beete.