Der Garten im August – Tipps vom Kreisfachberater
 

Fuchsien und Geranien vermehren
(TN) Wer gerne selbst vermehrt, kann jetzt im August Geranien und Fuchsien durch Stecklinge vermehren. Herbstkrokus und Sternbergien können schon jetzt in die Erde gesetzt werden. Auch im Staudengarten kann man, so nötig, teilen. Taglilien, Christrosen, Bartiris und Pfingstrosen, machen eine Teilung im August gut mit.

Herbstgemüse für die späte Ernte
Im Gemüsegarten kann man noch bis etwa Mitte August Kopfsalat pflanzen. Feldsalat, der jetzt ausgesät wird, ergibt eine schöne Ernte von Oktober bis Dezember. Wartet man mit der Aussaat bis Mitte September, muss man sich mit dem Ernten noch bis zum Frühjahr gedulden. Radieschen, Winterrettiche, Spinat und Petersilie können ohne Probleme noch angebaut werden. Auch die etwas unbekannteren Gemüsearten wie Winterportulak, Mairübchen, Löffelkraut und Salatrauke verdienen einen Versuch. Eine regelmäßige Zucchinernte hält die Pflanzen bekanntlich am Wachsen und Tragen. Neu im Sortiment sind attraktive Scheibenzucchini, wie z.B. `Sunburst F1`, oder kugelrunde Züchtungen wie `Floridor`. Im Übrigen sind auch Zucchiniblüten eine Delikatesse. In Omletteteig getaucht und in heißem Fett ausgebacken, sind sie vor allem im Mittelmeerraum sehr beschätzt.

Boden regenerieren
Über Jahrzehnte hinweg intensiv bewirtschaftete Gartenböden sind reif für eine Kur. Der August ist ideal für die Aussaat von Gründüngungsmischungen. Bewährt haben sich für leichte Böden die z.B. `Landsberger Gemenge`, oder `Bodenkur Grünhumus`, für schwere Böden z.B. die Mischungen `Bodenkur Grünaktiv` oder `Schnellgrüner`. Stickstoff aus der Luft machen Lupinen und Klee nutzbar. Er wird in Wurzelverdickungen gespeichert und kommt den Nachfolgekulturen im Frühjahr dann zu Gute.

Pflanztermin bei Erdbeeren beachten
Die Wurzeln von Erdbeerpflanzen wachsen nur bis Ende August. Sitzen die Pflanzen zu tief, wirkt dies der Blütenbildung entgegen. Untersuchungen zu Folge, bringen frühe Pflanzzeitpunkte Ende Juli mit 100% die größten Ernten. Am 10.8 wurden z.B. noch 70%, am 30.8 nur noch 50% und Anfang September lediglich 30% im Vergleich zur Julipflanzung erreicht.

Schäden durch den Johannisbeerglasflügler
Welken einzelne Triebe bei Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Himbeeren, kann dies auf einen Befall mit dem Johannisbeerglasflügler hindeuten. Die Larven des Schmetterlings fressen sich ins Mark der Pflanzen, schwächen diese und führen dann meist zum Absterben. Da die Eiablage des Schädlings in der Nähe von Schnittstellen erfolgt, sollten Zapfen vermieden werden. Befallene Triebe werden herausgeschnitten und vernichtet.

 

Wer etws expermintierfreudig ist, kann im Gemüsegarten auch optische
highlights setzen.Neu im Sortiment sind z.B. gelbe Patissons bzw.
Scallopini oder z.B. der ballrunde Zucchini Floridor.

Am richtigen Standort ist die Lantana ein Dauerblüher, der
bis weit in den Herbst hinein leuchtet.

Etwas Einfühlungsvermögen und eine frostfreie Überwinterung benötigt
man für die Kultur der Lotusblume. Eine faszinierendes Blütenspektakel
entschädigt für die Mühe.

Eine der zur Zeit beliebtesten Sorten bei Brombeeren ist die aus
Nordamerika stammende Sorte Navaho.
Sie wächst eher schal, ist kaum bedornt und hat sehr große
in der Vollreife sehr aromatische Früchte.