Der Garten im Dezember – Tipps vom Kreisfachberater (TN)
 

Wertvolles Laub
Nach Ende des Laubfalls sollte auf dem Rasen verbliebenes Laub entfernt werden. Man kann es wunderbar als dünne Abdeckung auf den Staudenbeeten oder zum Abmulchen unter Gehölzen verwenden. Bis zum späten Frühjahr hat sich durch die Tätigkeit der Mikroorganismen die Menge schon erheblich reduziert. Palmlilien oder Fackellilien können mit einer Laubabdeckung um die Pflanzenbasis gezielt geschützt werden.

Barbarazweige am Barbaratag 6. Dezember schneiden
Etwa um den 6. Dezember werden Barbarazweige geschnitten. Besonders gut eignen sich Forsythien und Kirschen.

Heilkräfte des Löwenzahns nutzen
Neben Chicoree eignet sich auch Löwenzahn hervorragend zum Antreiben. Hierzu werden die gerodeten Wurzeln in einen Plastikeimer mit Abzugslöchern dicht an dicht gestellt, dazwischen lockere Erde gestreut und anschließend kräftig eingewässert. Als Lichtabschluss wird z.B.ein Behälter der gleichen Größe verwendet. Bei Temperaturen um die 14 bis 18 0C kann man nach 3-4 Wochen ernten. Bereits im 16 Jahrhundert wurde die außerordentliche Heilwirkung des Löwenzahn erkannt, die vor allem auf Inhaltsstoffen wie Cholin, Taraxacin, Inulin, Vitamin C und Mineralstoffen beruhen soll.

Schwere, tonige Böden umgraben
Um den Frost und den Regen richtig einwirken zu lassen ist eine grobschollige Bearbeitung schwerer toniger Böden nach wie vor empfehlenswert. Bei leichten Böden ist die Einsaat einer winterfesten Gründüngung sinnvoll, welche die Auswaschung von mobilen Nährstoffen verhindert. Eine Lockerung im Frühjahr wäre in diesem Fall ausreichend.

Winterschäden bei Erdbeeren vermeiden
Erdbeeren, besonders die Hauptsorte Elsanta erleidet in Windlagen oft Blattschäden. Eine lockere Decke mit Fichtenreisig oder einem Vaservlies beugt diesen vor.

Frassschäden vorbeugen
Ein effektiver Schutz gegen Verbiss an jungen Obstbäumen durch Kaninchen ist neben dem Anbringen einer Draht-, oder Frasschutzmanschette das Einstreichen mit Aminosol oder Siaption. Hierzu werden die intensiv riechenden Flüssikgeiten 1:1 mit Wasser gemischt, 2 Tage stehen gelassen und dann mit einem großem Pinsel aufgetragen.

Probleme durch Bodenmüdigkeit
Häufig treten in kleinen Gärten Probleme bei der Nachpflanzung gleicher Stein - und Kernobstfamilien auf. Die Ursache ist komplex, liegt aber wohl zum einen am einseitigen Nährstoffentzug, zum anderen an der Aktivität schädlicher Bodenpilze und Nematoden. Fehlt ein alternativer Pflanzort, sollte der Boden möglichst großzügig ausgetauscht werden. Eine Zwischenkultur mit bodengesundenden Gründüngungspflanzung mildert die Wirkungen der Bodenmüdigkeit ebenfalls.

Mispel – Bestandteil druidischer Zaubertränke
Solange der Boden noch nicht gefroren ist, herrscht noch immer beste Pflanzzeit. Eine uralte Obstart, die bereits die Kelten kultivierten und die angeblich den Zaubertränken der Druiden beigemischt wurde, ist die Mispel (Mespilus germanicus) Neben der optischen Wirkung durch die großen schalenförmigen Blüten, ist besonders die Verwendung als Zusatz zum Apfelwein, oder zu Marmeladen interessant. Auch ein Frischverzehr ist nach den ersten leichten Frösten möglich.




 

Florfliegenkasten: Die nützliche Florfliege überwintert als erwachsenes Tier an geschützten Stellen im Garten oder in Gebäuden. Ein künstliches Überwinterungsquartier ist der sog. Florfliegenkasten, der locker mit Stroh gefüllt im Freiland aufgestellt wird.



    

Mispel: Die Mispel ist eine uralte Obstart. Schon die Kelten haben die Früchte für Ihre Riten oder zum Verzehr verwertet.




Winterrettich: Dank der milden Witterung können noch immer Winterrettiche als gesunde Vitaminquelle aus dem eigenen Garten geerntet werden.

Wühlmausdraht: Besonders die schwachwachsende Apfelunterlage M9 wird gerne von der Wühlmaus heimgesucht. Bei einer Neupflanzung bietet der Wühlmauskorb ein probates Gegenmittel.