Der Weihnachtsstern - ein eingebürgerter „Mexikaner“
 

(TN) 1834 kamen die ersten Exemplare des Weihnachststerns von Mexiko nach Europa. Heute sind sie aus der Weihnachtsdekoration kaum wegzudenken. Während der Weihnachtsstern bei uns auf der Fensterbank durch den Einsatz kompaktwachsender Sorten (früher wurde dies durch Wuchshemmstoffe erreicht) handlich klein gehalten wird, wächst Euphorbia pulcherrima, oder auch Poinsettie genannt, am Heimatstandort in Mittelamerika oder in subtropischen Gebieten bis fast in 3 m Höhe.

Als sogenannte Kurztagspflanze kommt der Weihnachtsstern nur dann zur Blüte, wenn das tägliche Licht einen bestimmten Schwellenwert unterschreitet. Dieser ist sortenabhängig und liegt bei etwa 12 Stunden über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen. Wer also die Pflanzen nach dem Abblühen weiterkultivieren möchte und im nächsten Winter nicht vergebens auf eine erneute Blüte warten will, sollte dies berücksichtigen. Auch das kurzzeitig eingeschaltete Zimmerlicht oder der Fernseher wird übrigens als Lichtreiz empfunden und kann die Blüteninduktion verhindern. Wer den Aufwand nicht scheut und etwas experimentierfreudig ist, verdunkelt daher die Pflanze am besten mit einer schwarzen Folienhaube etc. Der Weihnachtsstern kann im Sommer ohne Probleme im Freien weiterkultiviert werden. Soll er kompakt bleiben, müssen die neuen Triebe eingekürzt werden.