Den Garten für die neue Saison vorbereiten
 

Pflege des Beerenobstes
Anders als viele andere Obstarten kommen Beerensträucher mit einem Schnitt bei tiefen Temperaturen klar. Nur bei feuchtem Wetter sollte wegen der Infektionsgefahr durch die agressive Rotpustelkrankheit nicht geschnitten werden. Da Beeren-sträucher wegen der flachstreichenden Wurzeln keine tiefe Bodenbearbeitung in ihrer Nähe mögen, kann man schon im Spätwinter mit einer Erneuerung der Humus/ Kompostauflage beginnen. Der Humus wird langsam mineralisiert und schonend ohne große Auswaschungsverluste, wie bei einer Mineraldüngung, den Pflanzen zugeführt.

Frostrisse vermeiden
Zur Vermeidung von Stammschäden durch Sonneneinstrahlung ist nach wie vor ein weißer Stammanstrich mit handelsüblichen Produkten sinnvoll. Eine Rohrmatte sorgt für den gleichen Effekt, indem sie die gefährlichen Temperaturunterschiede zwischen sonnzu- und sonnenabgewandter Stammseite abmildert.

Rindenpflege bei Obstbäumen
Rindenpflege ist zugleich auch vorbeugender Pflanzenschutz. Mit einer Drahtbürste oder einem Spezialschaber werden die losen Grobborken vorsichtig entfernt. und hiermit auch überwinternde Apfelwickler, Apfelblütenstecher oder Schildläuse unschädlich gemacht.

Eingewachsene Etiketten entfernen
Bei einem Kontrollgang durch den Garten sollten eingewachsene Drahtetiketten an Jungbäumen dringend entfernt werden, da sie später schlimme Wunden und Stabiliätsprobleme verursachen oder sogar das Ende der Pflanze bedeuten können.

Erdbeeren verfrühen
Erdbeeren lassen sich verfrühen, indem man bereits im Januar die Reihen mit Vlies abdeckt. Die Abdeckung muss aber zur Zeit des Bienenfluges wieder entfernt werden, um für eine ausreichende Befruchtung zu sorgen.

Winterblühende Gehölze
Während es in England oder anderen wintermilden Gebieten zahlreiche winterblühende Gehölze gibt, die bereits im Januar blühen, ist bei uns die Auswahl eher bescheiden. Wenig bekannt, aber robust und mild duftend sind die Blüten der winterblühenden Heckenkirsche Lonicera purpusii. Schon eher bekannt ist die aus China stammende Schneeballart Viburnum fragrans. Auch sie hat eine wohlriechende Blüte. Wenig von der Kälte beeindrucken lässt sich die Schneeheide Erica carnea. Während das Heidekraut Calluna vulgaris einen sauren Boden benötigt, gedeiht die Schneeheide auf einem normalen bis basischem Boden. Durch die nadelartigen Blätter verdunstet die Pflanze wenig Wasser und kommt auch mit trockeneren Standorten und der sog. Frosttrockenheit gut klar.

Kübelpflanzen
Überwinterte Kübelpflanzen brauchen ab und zu eine Kontrolle. Kranke, und abgestorbene Pflanzenteile werden entfernt. Gegossen wird sehr vorsichtig. Der Ballen sollte aber nicht austrocknen.

Wurzelschnittlinge von Stauden
Wer gerne experimentiert, kann es jetzt in der ruhigen Zeit mal mit Wurzel-schnittlingen von Staudenphlox, Mohn, Kaukasus-Vergissmeinnicht oder Anemonen probieren. Hierzu gräbt man die Staude aus und befreit den Wurzelbereich unter fließendem Wasser sauber von Erde. Die Wurzeln werden mit einem scharfen Messer in 3-7cm lange Teilstücke geschnitten und schräg in eine lockere Vermehrungserde gelegt. Die Oberkante schließt hierbei mit der Oberkante des Substrates ab. Der obere Teil der angeschnitten Wurzeln sollte sich wieder oben befinden. Bei Temperaturen um etwa 10° C erfolgt nach etwas 4-6 Wochen der Austrieb.

Orchideen mit Gefühl gießen
Dank moderner Vermehrungsmethoden wie der Gewebekultur sind Orchideen für sehr wenig Geld zu bekommen. Nichts hat sich jedoch an den Pflegeansprüchen geändert. Wer seine Pflanzen länger als nur ein paar Wochen oder Monate behalten möchte, sollte vor allem beim Gießen vorsichtig sein. Die meisten Pflanzen werden vergossen. Gut geeignet ist der Finger als Prüfinstrument. Fühlt sich das Substrat kalt (nass) an, wird noch nicht gegossen. Hartes Leitungswasser ist langfristig ungeeignet. Besser ist Regen- oder Flusswasser, oder der Einsatz eines Wasserfilters.

 

Zu den schönsten Winterblühern für kühle helle Räume zählt die edle Kamelie.

     Die Mispel ist eine betagte Obstart, die schon von unseren Vorfahren als Bereicherung ihres kargen Speiseplans geschätzt wurde. Ähnlich wie bei der Schlehe sorgen erst Fröste dafür, dass die samenreichen Früchte genießbar werden.

Die Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba) ist ein robuster starkwachsender Schlinger, der bei uns heimisch ist. Er ist zum Einranken robuster Gehölze oder Bäume bestens geeignet und trägt bis lange in den Winter hinein einen wunderbaren Samenschmuck.

      Mit Hilfe eines Rindenschabers oder einer Drahtbürste kann die grobe Borke von Obstbäumen gepflegt und dabei von überwinternden Schädlingen befreit werden.