Gartenbauvereine als unverzichtbare Partner der Gemeinden -
Seminar des bayerischen Landesverband sorgt für neue Ideen in den Vereinen
 

Zahlreiche Vertreter der 70 Gartenbauvereine in Stadt und Land konnte 1. Vorsitzender, Landrat Karl Zeitler zum einem Fortbildungsseminar in der Gemeinschaftshalle in Gestungshausen begrüßen. Geleitet wurde das Treffen der Führungskräfte von Alexander Teichgreber, fachlicher Mitarbeiter beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V..

In seinem Grußwort bezeichnete Bürgermeister Rainer Marr die Gartenbauvereine als Gewinn für jedes Dorf. „Gerade in der heuten Zeit werden viel Arbeiten im öffentlich Bereich von den Gartenfreunden übernommen, die der Bauhof vor Ort so nicht mehr bewältigen kann. In ihrer Gesamtheit sind die Obst- und Gartenbauvereine unschlagbar“, so der Sonnefelder Bürgermeister.

Boden unter die Lupe nehmen
Neben fachlichen Informationen zu Aktivitäten des Landesverbandes, und Tipps zum Marketing der Vereine erwähnte der Seminarleiter vor allem die Aktion Boden, welche vom Kreisverband bereits in der Presse vorgestellt wurde. Ziel sei es, mit dieser bayernweiten Aktion auch den bisher wenig untersuchten Faktor Stickstoff genauer unter die Lupe zu nehmen, um genauere Angaben über Verfügbarkeit und den Nachdüngungsbedarf in Hausgärten zu geben- Erwähnenswert sei, so Teichgreber, in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass bei humusreichen Hausgärten durchschnittlich 12-14 g Reinstickstoff pro m2 Boden aus der organischen Substanz nachgeliefert würden. Dies entspreche dem Bedarf einer mittelstark zehrenden Gemüsekultur ohne zusätzlich Stickstoff nachdüngen zu müssen.

Erfreuliche Nachwuchsarbeit
Erfreuliches in Sachen Nachwuchs hatten die Vorsitzenden der Gartenbauvereine Gestungshausen und Großgarnstadt zu berichten.

Mit Stolz verwies Reiner Kestel, 1. Vorsitzender der Gestungshäuser Gartenfreunde, auf die mittlerweile 42 Mitglieder starke Jugendgruppe der „Sockentaler Mistkäfer“. Neben einem eigenen Lehrgarten für die Kinder, der gartenbauliche Aspekte vermittle, sei man auch in der angrenzenden Feldflur und im Naturschutz tätig. Die Errichtung von Steinlesehäufen, das Aufstellen von Fledermauskästen und z.B. der Bau einer Insektennistwand wurde neben vielen anderen Aktionen mit Begeisterung von der Jugendgruppe durchgeführt. „Ohne die organisatorische Unterstützung der älteren Mitglieder und der Betreuer gehe aber in Sachen Jugendarbeit nichts“, so Kestel.

Wie der OGV Großgarnstadt seine Mitglieder zufrieden stellen kann, berichteten Reiner Brückner und Ilona Schiwatsch. Sich etwas Neues trauen und notfalls auch alte Zöpfe abschneiden sei eines der Großgarnstadter Grundrezepte. Mit Freude blickten die Referenten z.B. auf das 10 jährige Bestehen die Ökoöase, dem kreativen Tummelplatz der Jugendlichen und Kinder zurück. „Hier bestimmen die Kinder was läuft, die Erwachsenen wirken nur beratend“, so die Referenten. Neben der erfolgreichen Jugendarbeit würde aber auch der Aspekt Kultur- und Heimatpflege nicht vernachlässigt. Die Zusammenarbeit mit der Kirche und den Senioren trage zum hohen Stellenwert des Vereins in der Ortsgemeinschaft bei. Besonders große Resonanz erfahre seit vielen Jahren das sog. Helferfest, das alle 3 Jahre durchgeführt werde.

Kreisverband blickt mutig nach vorn
„Auch ein 100 jähriger Verband darf nicht nur zurückblicken und sich auf dem Erreichten ausruhen, sondern muss gerade im Jahr des 100 jährigen Bestehens mutig nach vorne blicken“ so Kreisfachberater Thomas Neder. Ein großer Schritt nach vorne sei der Bau des Kreislehrgartens. Dieser solle sowohl dem versierten Gärtner, als auch der Jugend Anregungen und aktuelle Informationen vor Ort vermitteln. Für die Unterstützung durch die große Mehrheit der Gartenbauvereine bedankte sich der Geschäftsführer.

 


 

Die Personen auf dem Foto von links nach rechts:

Reiner Kestel. 1. Vorsitzender des OGV Gestungshausen (Referent)
Alexander Teichgreber vom Bayerischen Landesverband (Seminarleiter)
Reiner Brückner 1. Vorsitzender des OGV Großgarnstadt (Referent)
Ilona Schiwatsch vom OGV Großgarnstadt (Referentin)