Der Garten im Monat Juli –Tipps vom Kreisfachberater
 

Mulchen auch im Gemüsegarten
Mulchen ist nicht nur unter Gehölzen und Stauden effektiv, sondern kann gerade jetzt bei der sengenden Sonne im Gemüsegarten angewandt werden. Dünne Lagen mit leicht angewelktem Rasenschnitt, gehäckseltem Stroh, oder Holzhäcksel konservieren die Feuchte länger im Boden, reduzieren somit merklich den Gießaufwand und schützen die Bodenstruktur und die Bodenlebewesen.

Die meisten Gemüsearten sind besonders zu Zeit des Fruchtansatzes sehr empfindlich und reagieren bei akutem Wassermangel schnell mit Knospenabwurf.. Regelmäßiges Gießen und Mulchen oder alternativ das klassische Hacken zum Unterbrechen der Kapillarröhrchen sind daher jetzt besonders wichtig.

Erzwespe gegen die Weiße Fliege
Wer Probleme mit der Weißen Fliege im Gewächshaus hat, kann auf die effektive Hilfe der kleinen Erzwespe, einem natürlichen Parasit zurückgreifen, der im Fachhandel bestellt werden kann. Der Befall sollte allerdings nicht zu weit fortgeschritten sein. Profis schätzen schon lange die Wirkung des nützlichen Helfers und setzen ihn vorbeugend ca. 14 Tage nach der Pflanzung aus.

Dekoratives für den Gemüsegarten
Wer im Herbst den farbenprächtigen, kernig schmeckenden Radicchio ernten möchte, kann jetzt noch pflanzen. Roter Grünkohl, Palmkohl oder roter Mangold bringen dekorative Elemente in den Gemüsegarten und wollen jetzt in die Erde.

Äste flach stellen statt schneiden
Die Obstbäume bilden im Juli die Blütenanlagen für das nächste Jahr. Je waagerechter ein Trieb steht, umso mehr Blüten werden angesetzt. Vor allem bei Spindelbäumen kann man um eine zentrale Achse die Seitentriebe mit Hilfe der sog. Astfix Klammern flach stellen und weitgehend auf die Schere verzichten.

Sog. Wasserschosser im Kroneninnern von Hochstämmen können mit Hilfe des sog. Sommerrisses mit einem Ruck samt der schlafenden Augen abgerissen werden.

Wässern vor der Ernte
Pflaumen und Pfirsiche wachsen kurz vor der Ernte nochmals deutlich. Fehlt das Wasser, bleiben die Früchte klein, fallen teilweise ab und auch die Knospenbildung für das nächste Jahr lässt nach. Profis geben ca. 2 Wochen vor der Ernte nochmals ca. 30l Wasser pro m2.

Sehr gute Nachbarn im Obstgarten sind Boretsch und Erdbeeren. Der Grund liegt scheinbar an den Saponinen des Boretsch, die wiederum die Aufnahmefähigkeit der Zellen für Nährstoff erhöhen und den Widerstand gegen Schadeinflüsse erhöhen sollen.

Struktur im Staudengarten
Wenn in bestimmten Bereichen des Staudengartens die Blüte nachlässt, kommen besonders die sog. Strukturbildner unter den Stauden zur Geltung. Gräser, Taglilien, Bergenien oder Iris wirken auch ohne Blüten und bringen Dynamik auf die Beete.

 

 

Der Monat Juli und August ist die Zeit der Beerenernte.
Himbeeren, Brombeeren & Co sind nicht nur schön anzusehen sondern
wahre Vitaminbomben aus dem eigenen Garten


Niedrige Glockenblumen sind duftige Besiedler von Kanten,
Treppenaufgängen und Trockenmauern.

Die Erdbeersorte Florika ist eine bodendeckende Variante, die
viele Jahre als Beet&nb sp;belassen werden kann. Die Früchte stehen über dem
Laub und verschmutzen daher nicht.

Asiate Varianten der Sumpfiris beleben jeden Gartenteich

Wer seine Kirschbäume im Hausgarten kleien halten möchte, muss
entweder mit der Schere umgehen könnten, oder schwachwachsenden
Unterlagen verwenden. Dies verlangen jedoch einen lockeren guten Boden.

Ein Juwel im Gartenteich sind die Seerosen. In kleinen Anlagen
sollten allerdings nur schwachwachsende Auslesen verwendet werden.


Zwei Partner die sich gut ergänzen: Die Bodendeckerrose
Sommerwind und die Moschus Malve (Malva moschata `Alba`)


Ein Klassiker unter den Kletterrosen ist die reichblühende
Sorte Sympathie

Nicht alle Lilienarten sind so robust wie die
Tigerlilie, die Anfang Juli-Mitte Juli leuchtend orange hervorsticht.



Taglilien zählen zu den sog. Strukturpflanzen. Auch nach
der Blüte wirken die riemenartigen Blätter bis spät in den Herbst