Die Johannisbeerblasenlaus
 

Rote blasige Aufwölbungen auf der Blattoberseite von Johannisbeeren sorgen bei den Gartenfreunden zur Zeit häufig für Aufregung. Ursache ist die Johannisbeerblasenlaus, die auf der Blattunterseite in den Blattkrümmungen sitzt und sich zur Zeit prächtig vermehrt. Befallen werden vor allem rote, seltener weiße und schwarze Johannisbeeren. Lästig ist zum einen die Honigtauausscheidung der Läuse, die dann auf den Früchten einen schwarzen Belag bilden und zum anderen eine mögliche Übertragung von Virosen.

Der Schädling überwintert in Eiform auf den Johannisbeertrieben und wird mit Vegetationsbeginn aktiv. Hilfreich ist hier eine gezielte Spritzung vor dem Austrieb mit einem umweltfreundlichen Paraffinöl, wie z.B. Promanal. Das Mittel wird gezielt und mit hoher Wassermenge über alle Triebe ausgebracht und verhindert das Schlüpfen der Blattläuse. Bei bereits erfolgter Koloniebildung hilft am besten ein sorgfältiges Abknipsen der jungen Triebe mit dem Finger oder der Schere. Ein chemisches Präparat ist z.Zt. nicht zugelassen.

Im Laufe des Juni wandern bereits die geflügelten Generation auf andere Arten wie z.B. Stachys ab. Nützlinge erledigen den Rest. Im Herbst kehren die Läuse auf die Johannisbeere zurück, um ihre Eier abzulegen.