Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“
Schönheit allein genügt nicht – Zukunftsperspektiven sind gefragt
 

(TN) Hohen Besuch erwarten am 3. Juli die vom Kreisbeirat „Das schönere Dorf, die schönere Stadt“ im Landkreis Coburg vorgeschlagenen Kandidaten Gemünda und Großgarnstadt. Frisch am ersten Tag ihrer 9 tägigen Rundreise wird die aus zehn Fachleuten der freien Wirtschaft, Verbänden und verschiedenen Staatsbehörden bestehende Delegation die Coburger Hoffnungsträger unter die Lupe nehmen. Während sich Gemünda in der Zeit von 10:30 bis 12:30 Uhr präsentieren wird, kann Großgarnstadt von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr seine Entwicklungskonzepte, die sozialen und kulturellen Aktivitäten, die Baugestaltung, die Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft vorstellen. Alle diese anspruchsvollen Punkte fließen dann letztendlich mit in die Endbewertung der Juroren mit ein und entscheiden über ein Weiterkommen in den Landes oder Bundesentscheid. Schönheit alleine genügt also schon lange nicht mehr. Mehr denn je sind Zukunftsperspektiven gefragt.

Doch zuvor gilt es, sich gegen die 23 anderen Ortschaften des Bezirkes durchzusetzen. Die Ergebnisse werden am 21. Juli 2006 vom Gartenbauzentrum Bayern Nord bekannt gegeben und für den Landesentscheid an das Bayer. Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten gemeldet.

Coburger Vorreiterrolle
Welche ungebremste Attraktivität der Wettbewerb immer noch hat, beweisen die 240 Dörfer, die sich in den einzelnen Kreisen des Bezirkes bereits um ein Weiterkommen bemüht haben. Mit Stolz kann der Landkreis Coburg auch heute darauf hinweisen, dass der Coburger Kreiswettbewerb Pate für den Bundeswettbewerb gestanden hat, und schon damals eine Vorreiterrolle inne hatte.

Inzwischen ist der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ zu einer der größten Bürgerinitiativen im ländlichen Raum geworden. Ansprechend gestaltete, lebendige Dörfer sind die besten Aushängeschilder Oberfrankens auf einen nachhaltigen Tourismus in der Region. Zudem ist der Wohlfühleffekt in den Dörfern aber auch entscheidend dafür, dass der ländliche Raum für seine Bewohner weiterhin als Siedlungsraum und Lebensraum attraktiv bleibt.

Ohne Engagement geht es nicht
Der Wettbewerb setzt bewusst auf Freiwilligkeit, Eigeninitiative und aktive Mitwirkung. Dies wird bei den Herausforderungen, vor denen der ländliche Raum mit dem Wandel der Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur steht, immer wichtiger. Neben staatlichem Handeln zur Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung kommt es heute mehr denn je auf den Einsatz einer engagierten Dorfbevölkerung für das Gemeinschaftswesen an. Nur so können sich Zusammenhalt und Mut zur Bewältigung neuer Aufgaben entwickeln und das Dorf mit Leben erfüllen.



 
 

Nichts dem Zufall überlassen wollen die Grogarnstadter. Bis spät in den Abend wird
am Besichtigungsprogramm gefeilt. Auch in Gemünda arbeitet man auf
Hochtouren an der Präsentation der Ortschaft.