Der Garten im Monat Juni –Tipps vom Kreisfachberater
 

Stauden teilen
Mit ansteigender Wassertemperatur ist für Sumpf- und Wasserpflanzen Ende Mai bis Ende Juni die beste Pflanzzeit, obwohl sie der Handel schon weit früher anbietet. Auch frühjahrsblühende Stauden können jetzt, so notwendig, geteilt werden. Hierzu kürzt man die etwa faustgroßen Pflanzenteile etwas ein. Ausladende Stauden sollten gestützt werden, um ein Umfallen oder Umknicken zu vermeiden. Optisch unauffällig lassen sich mehrere Haselnusstriebe mit kurzen Seitentrieben als Stütze verwenden – eine Variante die in vielen englischen Gärten verwandt wird.

Launische Gurken und Melonen
Im Gemüsegarten können Zucchini und Kürbis bis Anfang Juni gepflanzt oder direkt ausgesät werden. Bei Regen oder tiefen Temperaturen ist es sogar besser, das Pflanzen oder Säen zu verschieben, bis sich die Temperaturen bis auf über 150 C erwärmt haben. Das gleiche gilt für Gurken. Wie Melonen sind sie bei schweren kalten Böden für eine Pflanzung auf Dämmen und eine Mulchschicht dankbar. Dass Gurken und Melonen nur mit aufgewärmtem Wasser gegossen werden sollen, ist keine Binsenweisheit. Auf Kälteschocks reagieren sie mit Welkeerscheinungen.

Gurkenschnitt
Eine kleine Mutprobe, aber sinnvoll ist der Schnitt bei Gewächshausgurken. Bis auf eine Höhe von ca. 70-80 cm werden die ersten Früchte entfernt. Danach dürfen sich die Früchte frei entwickeln.. Bei den entstehenden Seitentrieben wird nur jeweils 1 Frucht und ein Blatt belassen. Der Rest wird gekappt. Minigurken wie die Sorten `Mertus RZ` oder `Printo` kommen ohne diesen Schnitt aus

Langlebige Rittersporne
Wer sich mit dem Gedanken trägt, die eine oder andere Ritterspornsorte zu ersetzen, sollte eher aus Stecklingen vermehrte Sorten der Belladonna oder Elatum Gruppe verwenden. Sie sind zwar etwas teurer, aber wesentlich langlebiger und blühen leichter nach als die sämlingsvermehrten sog. Pacific- Hybriden.

Sommerriss bei Obst
Unerwünschte noch junge Jahrestriebe –volkstümlich auch Wasserschosser genannt - können im Juni an den Obstbäumen durch den sog. Sommerriss entfernt werden. Die kleinen Risswunden verheilen schnell wieder und reduzieren den Aufwand für Sommer – bzw. Winterschnitt.

Früchte ausdünnen
Der Ertrag von Apfelbäumen auf schwachen Unterlagen kann durch das gezielte Ausdünnen gut kontrolliert und qualitativ optimiert werden. Pro Fruchtbukett sollte nur die stärkste Frucht stehen bleiben. Die Früchte werden hierdurch größer und inhaltsreicher. Einer Erschöpfung des Baumes, der sog. Alternanz der Bäume (Ertrag nur alle 2 Jahre) wird vorgebeugt.

Sommerschnitt bei Erdbeeren
Mit dem Sommerschnitt der Brombeeren kann noch etwas gewartet werden. Hierbei werden die Seitentriebe auf etwa 3-4 Blätter zurückgeschnitten. 3-5 Jungtriebe aus dem Wurzelstock werden sorgfältig ans Spalier geheftet. Die überzähligen entfernt. Sie tragen aber erst im nächsten Jahr.

Erdbeeren selbst vermehren
Wer sich die Mühe macht und Erdbeeren selbst vermehren möchte, sollte gute Träger schon bei der Ernte mit einem Stab markieren. Nur so macht die eigene Vermehrung Sinn. Je früher die Neupflanzung, desto höhere Ernten sind für das nächste Jahr zu erwarten.


 

Neuerdings ist es wieder in Mode, Clematis in die lockeren
Kronen von Bäumen wachsen zu lassen.
Die duftigen Kletterer verleihen dem Garten ein romantisches Flair.


Ende Mai bis Ende Juni ist die hohe Zeit der
Pfingstrosenblüte. Sagt der Standort zu, ist sie langlebig wie kaum eine
andere Staude.

Hemerocallis oder Taglilien zählen zu den
Lieblingsobjekten der Staudenzüchter auf der ganzen Welt. Alljährlich
kommen unzählige neue Sorten in den Handel. Neben der Blüte wirken sie
vor allem durch ihr dekoratives Blattwerk.

Wohl überlegt sein will die Verwendung der prachtvollen
Rhododendren. Ein saures Moorbeetsubstrat und ein halbschattiger
geschützter Standort ist die Voraussetzung für ein gutes Gedeihen.