Der Garten im März - Tipps vom Kreisfachberater
 

Sträucher fachmännisch schneiden
(TN) Ein fachmännischer Sträucherschnitt im März sorgt bei den Sommerblühern für einen reichen Blütenansatz. Hier werden im Gegensatz zu den Frühjahrsblühern, die bereits die Blütenknospen im letzten Jahr gebildet haben, die Knospen erst an den neuen Trieben angesetzt.

Einen starken Rückschnitt auf kurze Zapfen mit ca. 2 Knospenpaaren vertragen der Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii), sommerblühende Spiersträucher, wie Spirea japonica `Little Princess`, der Echte Roseneibisch (Hibiscus syriacus) und z.B. die Rispen- Hortensie (Hydrangea paniculata). Die Garten Hortensie (Hydrangea macrophylla) legt ihre Blüten bereits im Herbst an! Hier werden allenfalls zurückgefrorene Triebspitzen etwas eingekürzt. Im regelmäßigen Turnus werden auch Lavendel (Lavandula angustifolia), Bartblume (Caryopteris clandonensis), Perowskie (Perovskia abrotanoides) und Sommerheide (Calluna vulgaris) zurückgenommen.

Typische Frühlingsblüher wie Forsythien (Forsythia sp) , Blutjohannisbeeren (Ribes sanguineum) oder Kornellkirsche (Cornus mas) schneidet man erst nach der Blüte. Alte und abgestorbene Triebe nimmt man ansatzlos zu gunsten frischen Holzes an der Basis heraus, oder setzt sie auf einen Seitentrieb ab. Mit dem Rosenschnitt kann man sich noch etwas Zeit lassen.

Auch die im Sommer blühende Clematis wie Clematis viticella, die oft im Duo mit Kletterrosen gepflanzt wird, kann auf ca. 30 cm zurückgeschnitten werden. Sie bildet ihre Blüten an den neuen Trieben. Die Rose bekommt in der Zeit des neuen Heranwachsens wieder richtig Luft und kann problemlos formiert werden. Alle Clematis, die vor Mitte/Ende Mai blühen, wie z.B. Clematis alpina, Clematis montana, oder Clematis Hybr. `The President`, bilden ihre Blüten am letztjährigen Holz. Wenn überhaupt, werden sie nur wenig und dann nach der Blüte eingekürzt.

Erdbeeren verfrühen
Wer jetzt schon im Gemüsegarten aktiv werden möchte, kann es mit der Verfrühung der Erdbeeren versuchen. Die Sorten `Elvira` und `Honeoye` eignen sich gut dafür. Am besten wird hierzu eine oder zwei Lagen Vlies über die Reihen und Beete gelegt. Abgedeckt wird spätestens nach dem Erscheinen der ersten Blüten, damit die Bienen ungehindert Zugang haben und eine gute Bestäubung erfolgen kann.

Gewächshaus bepflanzen
Ab etwa Monatsmitte kann im Gewächshaus oder kalten Kasten Salat gepflanzt und Radies und Rettich gesteckt werden. Salat sollte man nicht zu tief pflanzen, da es sonst leicht zu Fäulnis kommt. Radies und Rettich benötigen genügend Standraum. Bei Radies rechnet man mit 8-10 x 15 cm, bei Rettichen mit 15x20 cm. Wichtig ist ein rechtzeitiges Lüften des Gewächshauses. Hohe Temperaturen führen zu „vergeilten“ Pflanzen. Salatköpfe bleiben locker und schließen nicht richtig.

Tomaten anziehen
Anfang März können auf der Fensterbank Tomaten herangezogen werden. Interessant sind vor allem die gegen die Kraut -und Braumfäule toleranten Sorten, wie z:B. `Myrto` oder `Phylovita`. Optimale Keimtemperaturen liegen bei 18 bis 20 Grad. Ideal zur Aussaat ist eine nährstoffarme Aussaaterde. Wer sich das Geld sparen will, kann auch normale Blumenerde etwa 1:3 mit Sand mischen und somit den Nährstoffgehalt reduzieren. Langhalsige Aussaaten können ohne Probleme beim Vereinzeln auch tiefer gesetzt werden.


 

Zu den sog. Mullbodenkriechern gehört das Buschwindröschen, das Ende März
am Saum der Gehölz blüht. Eine lockere Laubschicht schützt vor Frost und dient
als natürliche Nährstoffquelle.

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Wird Salat zu tief gepflanzt, tritt häufig Fäulnis auf. "Salat soll im Wind wehen", diesen
Ratschlag wussten schon die alten Gärtner zu beherzigen.

Die Saalweide und andere frühe Weidenarten sind eine willkommene Bienenweide.
Da sie einen Schnitt gut vertragen, können sie bei regelmäßiger Wuchskontrolle auch im Garten verwendet werden.

   Kein Garten ist zu klein für den Winterling.
Er gehört zu den ersten Frühlingsboten und lässt sich durch
Schnee oder Frost nicht so leicht beeindrucken.

Neben der Christrose (Helleborus niger) sind es vor allem die sog.
Helleborus orientalis Hybriden,
die bei uns im Garten auch auf schwereren Böden gedeihen und sich auch
langfristig halten.

  Die Frühlingsknotenblume - auch Märzenbecher bevorzugt
in der Natur feuchten Waldboden im lichtenSchatten von Gehölzen. Im Garten
fühlt er sich der Märzenbecher in naturnah gestalteten Bereichen z.B. zwischen Farnen
und Christrosen wohl.