Gartentipps vom Kreisfachberater für den Monat Mai
 

Rasen verticutieren und sanden

(TN) Um beim Verticutieren des Rasens nicht mehr Gras auszureisen als nötig, ist es empfehlenswert, den Rasen vorher zu mähen. Das Frühjahr und der Herbst sind für diese Pflegemaßnahmen besonders geeignet. Da das Verticutieren den Graspflanzen mechanischen Stress zufügt, sollte man in der heißen Jahreszeit besser darauf verzichten. Beim Verticutieren wird die oberste Bodenschicht bis in eine Tiefe von 3-5mm angekratzt. Diese Maßnahme eignet sich dazu, Filzschichten der oberen Tragschichten zu entfernen. Auch rosettenartige Kräuter können hierdurch im Laufe der Zeit eliminiert werden. Eine sinnvolle Ergänzung ist das Sanden. Die entstandenen Bodenlöcher werden gefüllt. Der Sand gelangt durch Niederschläge in tiefere Erdschichten und fördert die Durchlüftung des Bodens und die Wasserversorgung der Graswurzeln. Intensiver wirkt das sog. Aerifizieren, das im professionellen Bereich angewandt wird. Hierbei werden Metallzylinder sog. „spoons“ in die Rasentragschicht gestanzt.

Kulturschutznetze im Gemüsegarten
Nach dem phänologischen Kalender setzt der Hauptflug der Kohlfliegen mit dem Beginn der Kastanienblüte ein. Nach der Eiablage an der Stengelbasis fressen sich die Larven in den Wurzelhals der Jungpflanzen und verursachen Kümmerwuchs oder führen zum Absterben. Langlebige Kulturschutznetze sorgen hier für eine biomechanische Lösung.

Launische Bohnen
Bohnen sollten nicht zu früh gesät werden. Die Bodentemperatur sollte dauerhaft über 10 Grad liegen. Auf schweren tonigen Böden kann man in aufgeworfenen Dämmen säen. Schwarzsamige und braunsamige Bohnen keimen unter solchen Umständen besser als weiße. Auch ein Vorkeimen in Töpfen ist möglich. Als Schutz vor der Bohnenfliege, die gerne geschwächte Pflanzen befällt, können die Beete in der Keimphase mit Vlies oder Kulturschutznetzen geschützt werden.

Gurkenertrag steigern
Gut bewährt hat sich bei Gurken der Anbau auf schwarzer geschlitzter Mulchfolie oder wasserdurchlässigem Mulchvlies Hier liegt der Ertrag teilweise 50% über dem der Normalkultur.

Gewächshausgurken ohne Schnitt
Im Gewächshaus erhalten Tomaten und Auberginen den sonnigeren und windigeren Platz. Gurken und Melonen lieben es dagegen eher geschützt und luftfeucht. Wer Probleme mit dem Gurkenschnitt hat, greift am besten auf die schmackhaften Mini- Salatgurken wie z.B. Printo oder Meruts RZ zurück. Sie entwickeln nur schwache Seitentriebe.

Wartezeit für neue Erdbeerbeete
Für die Neuanlage eines Erdbeerbeetes gelten Tagetes oder auch Zwiebelgemüse als gute Vorkultur. Wegen Problemen mit der Bodenmüdigkeit sollten Erdbeeren im günstigsten Fall nach 4 Jahren wieder auf dem gleichen Beet kultiviert werden.

Brutmöglichkeiten für Wildbienen
Honigbienen fliegen in der Regel bei Temperaturen unter 8 Grad und bei starkem Wind und Regen nicht aus dem Stock. Wildbienen und Hummeln garantieren auch bei weniger günstigem Wetter eine gewisse Befruchtung der Obstgehölze. Selbstgebastelte Nisthilfen oder ein Freiland Hummelkasten, der im Garten aufgestellt wird, verbindet Naturschutz und Ertragssicherung.


 

Ein schillernder Star unter den Frühlingsblühern ist Magnolie
soulangiana. Um Schäden durch Spätfröste zu vermeiden ist ein
geschützter Platz notwendig

"Ein Garten ohne Tulpen ist wie ein Garten ohne Frühling" diese Meinung vertrat
schon der geschätzte Staudenspezialist Karl Förster. Zur dauerhaften Ansiedlung
sind jedoch durchlässige warme Böden notwendig.

Die Schachbrettblume fühlt sich auf feuchten Wiesen wohl. Sie kann in
den Randbereichen von Gewässern verwendet werden.

Das Buschwindröschen fühlt sich in den naturbelassenen feuchtern
Gehölzsäumen wohl. Im Garten gelingt eine dauerhafte Ansiedlung nur, wenn nicht
unter den Sträuchern gehackt oder umgegraben wird und das Laub belassen wird.

 

In Japan wird zu Ehren der Zierkirschenblüte das Kirschblütenfest
gefeiert. Auch bei uns sind sie aus den Gärten kaum mehr wegzudenken