Im Land wo die Zitronen blühen
 

Coburger Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege entdeckt und genießt wildromantische Küste Liguriens

„Ciao bella Italia“ hieß es anlässlich der Sonderzugfahrt des Coburger Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege, zu der 1. Vorsitzender Landrat Karl Zeitler die Mitglieder und Freunde des Verbandes im Jahr des 100 jährigen Jubiläums eingeladen hatte . Ziel war der stimmungsvolle Badeort Loano an der wildromantischen Mittelmeerküste Liguriens.

Auf stolze 265m musste der Sonderzug anwachsen, um die fast 450 erwartungsfrohen Garten- und Naturfreunde unterzubringen. Viele fleißige und improvisationsfreudige Hände der Breitengüßbacher Eisenbahnerkameradschaft sorgten auf der 16h langen Fahrt ins 1065km entfernte Ziel trotz engster Verhältnisse für beste Verpflegung. Bergauf mühte sich der voll beladene Sonderzug vorbei am Schauspiel der Rheinfälle in Schaffhausen, den malerischen Schweizer Bergen und dem pittoresken Lago Maggiore, bevor es wieder schwungvoll bergab über das mondäne Mailand und die Hafenmetropole Genua Stück für Stück Richtung Blumenriviera ging.

Mediterraner Duftcocktail
Ein exotisch mediterraner Duftcocktail aus Orangen-, Zitronen-, und Jasminblüte, der den Hausgärten aus den Hängen unter der Hotelanlage entströmte, erweckte nach der anstrengenden Fahrt schnell wieder die Lebensgeister und die Entdeckungslust der Naturfreunde. „ Wenn wir nur solche herrlich frischen Zitronen auch aus dem eigenen Garten ernten könnten“ hieß es vielerorts. Auf großen Schritten unterwegs war er schon, der italienische Frühling. In jedem versteckten Winkel der dem Meer zugeneigten Hänge wurde auf kleinen Parzellen im Schutz der Gewächshäuser emsig gegärtnert. Die Kleinbauern warteten bereits ungeduldig auf die erste Ernte von Zucchini und Tomaten, denn auch an der Riviera war der milde Winter unerwartet lang.

Sanremo: Labyrinthischer Altstadtkern – Stolze Vorzeigebauten
Entlang der Nahtstelle zwischen ligurischen Bergen und dem schmalen Küstensaum ging es über die Küstenorte Albenga, der Stadt mit den 100 Türmen, Alassio, dem Beginn der Palmenriviera und den Altstadthügeln von Imperias Porto Mauricio nach Sanremo. Vorbei am legendären Stadtcasino Municipal konnte man in der Freizeit den mittelalterlichen Stadtkern La Pigna entdecken. Labyrinthisch enge Gassen, überbaut mit etagenförmigen Archaden und dunklen Tunneln inmitten ärmlicher Wohnviertel sorgten für einen unvermuteten Kontrast zu den stolzen Vorzeigebauten der einstigen Modestadt der Belle Epoche.

Prächtige Altstadt Genuas
In Richtung Westen führte ein Ausflug entlang der Via Aurelia zum Ende der Seealpen nach Genua. Auch wenn die 1. Begegnung mit der ausufernden Hafenstadt keine Liebe auf den 1. Blick entfachen konnte, öffnete eine Fahrt ins mächtige Altstadtzentrum unvermutete historische Schatzkammern. Vorbei an prachtvoll verzierten Fassaden der Prunkbauten, die wie an einer Schnur aufgereiht um die Gunst der Besucher zu buhlen scheinen, wie dem Teatro Carlo Felice und dem Palazzo Ducale, wurde klar, dass die Altstadt Genuas keinen Vergleich mit Florenz oder Siena zu fürchten braucht. Ruhig und gemütlich ging es im verträumten Portofino auf der gleichnamigen Halbinsel zu, das zu einem erholsamen Spaziergang und zum Entdecken der Mittelmeervegetation einlud.

Fuktionierende Kleinstrukturen
Neben der schicken Strandpromenade mit Blick auf das benachbarte Albenga und der Insel Galinaria hatte in Loano vor allem das stimmungsvolle Altstadtviertel Borgo vecchio die größte Anziehungskraft. Ein Kleingeschäft nach dem anderen sorgt hier für einen facettenreichen Handel, der den Einheimischen eine ganze Menge an Arbeitsplätzen garantiert. Kleinstrukturen, die sich so mancher Reiseteilnehmer auch für unsere Region trotz Globalisierung wieder aufrichtig herbeisehnte.

Mondänes Monaco
Begleitet von unzähligen in den Hang gebauten Gewächshäusern, in denen vom einfachen Schnittgrün bis zur stolzen Lilie alles produziert wird, wonach der Markt verlangt, führte einer der vielen Ausflüge ins Fürstentum Monaco. Neugierige Blicke zog der historische Fürstenpalast Place du Palais auf sich. Freunde farbenprächtiger Tropenfischen konnte sich im bekannten Meerwasseraquarium kaum satt sehen. War es früher dem normalen Besucher nicht möglich, auch nur einen Schritt in das schon legendäre Spielcasino auf den Hügeln von Monte Carlo zu setzen, konnten die Reiseteilnehmer ihr Glück an den Spieltischen des Casinos dem architektonischen Meisterstück von Charles Garniers versuchen.

Die Vorbereitung der Reise lag wie immer in den bewährten Händen von Karl Lemser. Die Betreuung der Busse übernahmen Anette Eppler, Helmut Brahmann, Herbert Hartung, Thomas Neder, Stephan Schlechtweg, Walter Schirmer, Gerold Schlosser, Karin Schnellhardt, Ewald Truckenbrodt und Wolfgang Zarske. Die medizinische Betreuung lag bei Dr. Martin Lücke.

Zum bebilderten Rückblick der Reise, der am Freitag 24. November um 18:30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Gestungshausen stattfindet, sind schon jetzt alle Reisegäste ganz herzlich eingeladen.


 



Trotz der langen 16 stündigen Anreise sorgte die musikalische Reisegruppe
mit Musik und Gesang für gute Stimmung.


Besonders die historische Altstadt hatte es den Coburger Gartenfreunden
in Loano angetan: Hier beim Empfang durch die Stadt am ehemaligen
Doria Palast, dem heutigen Rathaus.

 

Romantisch verträumt präsentierte sich das Hafenstädtchen Portofino.


Die San Siro Kirche mit Rosetten aus dem 12 Jahrhundert zählt zu den wichtigsten Baudenkmälern Sanremos.



Labyrinthische Gassen formen in Sanremo einen krassen Gegensatz zu den stolzen Vorzeigenbauten. Als Schutz vor Erdbeben und Fluchtmöglichkeiten bei Angriffen von Piraten und Sarazenen wurden die Häuser mit einer ganzen Reihe von Rundbögen ausgestattet.

Ein ausgeglichenes Klima und milde Winter ermöglichen eine fast tropische Vegetation.
Passionsblumen aus Südamerika fühlen sich an den sonnenbeschienenen Hängen wie zu Hause.





Freunde tropischer Fische konnten sich im Meerwasseraquarium von Monaco kaum satt sehen.

 

Zu den Highlights des Besuches im Hafen Genuas
zählte der Nachbau einer spanischen Galeere, die für Filmzwecke
originialgetreu rekonstruiert wurde