Der Garten im November– Tipps vom Kreisfachberater
 

Frostempfindliche Knollen ins Winterquartier
(TN) So noch nicht geschehen, wird es jetzt Zeit, Seerosen die in flachen Kübeln mit weniger als 60cm Tiefe stehen, an geschützten Plätzen zu überwintern. Laub auf dem Gartenteich kann noch abgefischt werden, bevor es auf den Teichgrund absinkt, sauerstoffzehrend abgebaut wird und das Feuchtbiotop langsam verlandet.

Immergrüne Gehölze im Regenschatten von Gebäuden erhalten noch vor dem Winter eine gründliche Wässerung um Schäden durch die sog. Frosttrocknis zu vermeiden.

Für die Lagerung von Begonienknollen eignet sich ein nicht zu trockenes Substrat aus Sägespänen oder Torf. Bei Gladiolen werden Stängelreste, Brutzwiebeln und die Reste der alten Knolle entfernt. Die Knollen können trocken und frostfrei überwintert werden. Dahlienknollen mögen es hingegen feuchter. Das Klima eines typischen Kartoffelkellers sagt ihnen zum Überwintern am ehesten zu.

Frostharte Pastinaken
Hart im Nehmen sind Pastinaken. Dieses alte Gemüse wurde schon von unseren Vorfahren angebaut und zu herzhaften Suppen verarbeitet. Sie lassen sich auch als Salat raspeln oder in Scheiben geschnitten panieren. Die Ernte kann bis zum Frühjahr direkt aus dem Freiland erfolgen solange es der Frost zulässt.

Lauch, Grünkohl, Rosenkohl oder Zuckerhutsalat vertragen leichte bis mittlere Fröste. Das früher übliche Einschlagen samt Wurzeln im Schutz von Gebäuden oder Frühbeeten hat nat. auch heute noch seine Berechtigung und beugt Schäden durch Frost und Wintersonne vor.

Chicoree antreiben
Wer Bärlauch an wenig bearbeiteten Stellen im Garten ansiedeln möchte, kann den Kaltkeimer schon jetzt aussäen.

Keine Hexerei ist das Treiben von Chicoreewurzeln. Die im Mai gesäten Pflanzen werden jetzt mit ihren 6-8cm langen Wurzeln gerodet und dicht an dicht in einen Eimer mit Deckel gestellt. Hinzu kommen einige Hände Gartenerde und am Schluss noch etwa 3-5 cm Wasser. Bei Zimmertemperatur entwickeln sich im abgedeckten Eimer nach etwa 4-5 Wochen die zapfenförmigen Neuaustriebe.

Rhabarber hat nach 8-10 Jahre seinen Zenit überschritten. Es wird dann Zeit, die erschöpften Pflanzen zu teilen und in frische Erde neu aufzupflanzen.

Augen auf beim Kauf von Obstgehölzen
Da Obstgehölze oft lange Begleiter im Garten sind, sollte man sich beim Kauf ruhig etwas mehr Zeit lassen, die Sortenwahl genau überlegen und vor allem auf die Wüchsigkeit der Unterlage achten. Bei Obstbäumen der Güteklasse A ist neben der Sorte, die Unterlage und event. die Zwischenveredlung vermerkt.

Mit Hilfe von Folienbeuteln kann die Lagerfähigkeit von Äpfeln etwas verlängert werden. Hierzu kommen nur absolut gesunde Früchte in die handelsüblichen Folienbeutel, die mit einer Stricknadel an einigen Stellen perforiert werden.

Wurzelschnittlinge von Himbeeren und Brombeeren
Himbeeren und Brombeeren lassen sich mit Hilfe sog. Wurzelschnittlinge vermehren. Stärkere Wurzeln werden hierzu abgestochen, gewaschen, in 6- 10 cm lange Stücke unterteilt und senkrecht in eine sandige Erdmischung gesteckt. Das Vermehrungsgut wird den Winter über feucht gehalten und abgedeckt. Die neuen Austriebe werden dann im Mai auf etwa 10 cm eingekürzt.



 

Duftige Strukturen verleihen die Fruchtstände der
Wildclematisarten dem winterlichen Garten.

Bis weit in den Winter wirken die kräftigen Halme des Chinaschilfs,
das mittlerweile auch in vielen klein bleibenden Varianten angeboten wird.

 

Farbe in das Grau des Novembers zaubern die Früchte der Zieräpfel. Auch unsere heimischen Vögel bedienen sich gerne am reich gedeckten Fruchtbuffet.