Obstlehrpfad verbindet Gleußen und Kaltenbrunn
 

(TN) Ein grünes Band aus fast 70 Obst Hochstämmen verbindet seit kurzem als Obstzeile bzw. als Obstallee entlang der alten B4 Trasse die Ortschaften Gleußen und Kaltenbrunn.

Anlässlich des Jubiläumsjahres des Kreisverbandes Coburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. möchte der Gartenbauverein Gleußen mit der Pflanzung historischer Obstsorten an den schwierigen Neubeginn in den Jahren 1945 bis 1953 erinnern und das Gedächtnis an die Männer der ersten Stunde Max Roth und Herbert Wegner aufrecht erhalten. Unterstützt wird das Projekt von der Gemeinde Kaltenbrunn.

Von 1946 bis 1957 wurden von den beiden Pionieren in der damaligen Kreisverbands-baumschule die enorme Zahl von 15. 000 Obstbäumen gezogen, um einen Ausgleich zum Katastrophenwinter 1939/1940 schaffen. Als Unterlagen für die Äpfel wurde Sämlinge des Rheinischen Krummstils verwendet, für Pflaumen und Zwetschgen die Wangenheimer Frühzwetschge, für Süßkirschen Sämlinge von Haarther Vogelkirschbäumen und als Unterlage für Sauerkirschen die Steinweichsel aus dem Schlosspark von Untersiemau.

Mit fachlicher Unterstützung von Kreisfachberater Thomas Neder wurde das damalige Sortiment an Äpfeln, Zwetschen und Kirschen zusammengestellt und wird demnächst noch eine dauerhafte Beschilderung mit Kurzinformationen zu den jeweiligen Sorten erhalten.