Obstsorten zum Probieren
Kreisverband für Gartenbau öffnet Obstmuttergarten in Einberg
 

(TN) Die klassische Pflanzzeit von Apfel, Birne, Zwetschge und Co rückt langsam aber sicher näher. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“, so lautet ein bekanntes Sprichwort. Die richtige Sorte allein nach den „optimierten“ Beschreibungen der bunt aufgemachten Kataloge zu bestimmen, fällt häufig schwer und ist nicht selten mit Enttäuschungen verbunden, denn oft gehen viele Jahre ins Land, bis sich die ersten Früchte entwickeln. Die Auswahl sollte daher fachlich fundiert sein und stimmen.

Der Kreisverband Coburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. bietet wie im vergangenen Jahr Obst- und Gartenfreunden die Möglichkeit, kleine Kostproben von den am Obstmuttergarten in Einberg aufgepflanzten Obstssorten zu nehmen, oder sich vom Aussehen und deren Wuchs inspirieren zu lassen und sich dann ein eigenes Urteil über die „Tauglichkeit“ der unterschiedlichen Sorten zu verschaffen. Dies gilt vor allem für die Früh- und Herbstsorten, denn Lagersorten bei Äpfeln schmecken frisch vom Baum geerntet nicht!

Auch wenn das Jahr 2007 nach der Massenernte der letzten Saison kein ausgesprochenes Apfeljahr ist, so gibt es vor allem bei Zwetschgen und Birnen teils üppige Erträge.

Der Obstmuttergarten, liegt von Rödental nach Blumenrod fahrend am Ortseingang von Einberg auf der linken Seite unmittelbar vor der ersten Häuserzeile. Er unterteilt sich in einen alten und neuen Teil. Da die Sorten nicht ausgeschildert sind und eine private Anlage angrenzt ist eine Rücksprache mit Kreisfachberater Thomas Neder am LRA Coburg erwünscht. Hier kann ab dem 20. August auch ein detaillierter Pflanzplan angefordert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Abernten im großen Stiel nicht erlaubt ist und sich das Probieren nur auf wenige Exemplare bezieht, da ein Teil der Früchte noch für Ausstellungen benötigt wird.

Für Obstsortenfreunde wird schon jetzt darauf hingewiesen, dass am 20. Oktober am Lindenplatz in Gleußen ein Tag „Rund um den Apfel“ stattfindet. Veranstalter ist der Gartenbauverein Gleußen in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband. Neben einer Apfelausstellung gibt es die Möglichkeit, Sorten vor Ort bestimmen zu lassen. Für die Veranstaltung hat sich Dr. Werner Schuricht, einer besten deutschen Sortenkenner angekündigt. Für ein vielfältiges Rahmenprogramm wird gesorgt.

 


Die Zahl unterschiedlicher Obstsorten ist immens. Da oft viele Jahre bis zur Ernte vergehen, will die Sortenwahl gut überlegt sein




Jakob Fischer ist eine bewährte Apfel -Frühsorte, die schon jetzt reift. Die Früchte werden bei guter Baumpflege oft riesengroß.


Fotos: Thomas Neder