Gartentipps für den Monat Dezember
 

Gehölze selbst vermehren
(TN) Eine Reihe von Gehölzen wie Zierjohannisbeeren, Deutzien oder Forsythien lassen sich durch Steckhölzer leicht selbst vermehren. Man schneidet ab Dezember bis etwa Ende Januar etwa 20 cm lange Teilstücke von den einjährigen Trieben, bündelt sie uns schlägt diese kalt aber frostfrei z.B. in feuchtem Sand ein. Etwa zum Zeitpunkt der Obstbaumblüte werden die Steckhölzer bis zum obersten Auge in ein lockeres Substrat gesteckt, das feucht gehalten wird. Optional kann man auch die obersten Zentimeter der Steckhölzer in heißes Wachs tauchen, um die Verdunstung vor der Wurzelbildung auf ein Minimum zu reduzieren und somit den Anwuchserfolg zu erhöhen.

Edelreiser schneiden/ bestellen
Die Zeit der absoluten Saftruhe ab Mitte Dezember ist auch der Schnitt der Edelreiser zum Veredeln der Bäume. Nach alter Tradition werden die Edelreiser früher Kirschsorten an frostfreien Tagen, zwei Tage vor dem Vollmond vor Weihnachten geschnitten. Da die Lagerung der Kirsch-Edelreiser heikel ist, bietet der Kreisverband für Gartenbau auch in diesem Jahr wieder den traditionellen „Reiserservice“ an. Reiserbestelllisten können noch bis zum Ende des Monats bei Kreisfachberater Thomas Neder am Landratsamt Coburg angefordert werden.

Barbarazweige schneiden
Ein alter Brauch ist das Schneiden von Barbarazweigen am Barbaratag Anfang Dezember. Blühen sie bis Weihnachten steht nach alter Überlieferung ein segensreiches Jahr bevor. Zum Schnitt eignen sich z.B. gut beknospte Ziersträucher, Kirschen oder Mandelzweige.

Rosenpflege
Besonders die Stämme von Hochstammrosen leiden unter den großen Temperatur-schwankungen, die im Winter häufig auftreten. Ein Winterschutz aus Fichten- oder Tannenreisig locker um den Stamm und in die Krone gebunden, schützt die Pflanzen auf einfache und kostengünstige Weise. Das Gleiche gilt für Rosen an Südwänden von Gebäuden, die besonders hohen Temperaturunterschieden ausgesetzt sind. Eine Abdeckung mit Reisig reduziert die Sonneneinstrahlung und bremst den austrocknenden Wind. Werden alternative „Verpackungsmaterialien“ verwendet, sollten diese auf jeden Fall luftdurchlässig sein.

Mit dem Schnitt der Rosen hält man sich im Winter zurück. Entfernt werden lediglich die Samenstände oder Verblühtes. Überlange Triebe können zudem etwas eingekürzt werden. Der richtige Rosenschnitt erfolgt aber erst im Frühjahr, da sonst bei milden Perioden ein erneuter Triebimpuls entsteht, den man ja vermeiden möchte. Das Anhäufeln von Beetrosen ist nach wie vor sinnvoll.

Hygienemaßnahmen im Gewächshaus
Wenn Ruhe im Gewächshaus eingekehrt ist, bieten sich überfällige Reinigungsmaßnahmen an. Da im Laufe der Jahre die Scheiben schnell veralgen und nur noch wenig Licht durchlassen, das besonders für die zeitigen Frühjahrskulturen sehr wichtig ist, sollten diese mit reichlich Wasser gut gereinigt werden. Wer daran denkt, den Boden auszutauschen, sollte hier nicht zu kleinlich sein. Haben Welkepilze in den letzten Jahre ihr „Unwesen“ getrieben, wäre zur effektiven Vorbeuge ein Austausch bis ca. 60cm Tiefe (!) erforderlich. Eine Alternative stellt die Sackkultur dar.

 


Ein ernst zu nehmendes Problem ist in den letzten Jahren die Lauchminiermotte geworden. Ohne Kulturschutznetze sind Schäden im Gemüsegarten vorprogrammiert.
Unten die kleine braune Tönnchenpuppe aus der im nächsten Jahr wieder der Schädling schlüpft und für Ärger sorgt.




Wunderschöne Früchte bildet der relativ unbekannte Baumwürger.
Die Kletterpflanze ist sehr starkwüchsig und eignet sich zum Begrünung großer Flächen.


Der Herbst und der Winter ist die Zeit der Gräser. Sie sorgen auch in der ruhigen Gartensaison für Akzente auf den Beeten.


Die Bergenie ist eine wichtige Strukturpflanze, die auch außerhalb der
Blütenzeit für frisches Grün und Rot sorgt.




Die Torfmyrte mit ihren herrlich rot-weißen Früchten ist gut für Pflanzgefäße
und für Dekos in Schalen geeignet.

Fotos: Thomas Neder