Der Weihnachtsstern
 

Wo liegt die Heimat des Weihnachtssterns?
(TN) Die natürliche Heimat des Weihnachtssterns liegt in den tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas. Dort kommt er von Mexiko bis nach Argentinien vor. Vielfach wurde er als Zierpflanze in tropische und subtropische Länder eingeführt und ist dort mittlerweile verwildert. Er war schon den Azteken bestens bekannt. 1804 brachte ihn Alexander von Humboldt von seiner Amerikareise mit nach Europa.

Warum hat der Weihnachtsstern so große Blüten?Die vermeintlichen großen Blüten sind keine richtigen Blüten, sondern sogenannte Brakteen - auch Hochblätter genannt. Sie dienen zur Anlockung von Insekten. Die eigentlichen Blüten sind grün- gelblich klein und sitzen in der Mitte.

Wie wird der Weihnachtsstern zu einer dauerhaften Zimmerpflanze?
Für den Weihnachtsstern ist ein heller, auch sonniger Standort ideal. Auch Halbschatten wird toleriert, aber oft mit Laubfall beantwortet. Während der Blütezeit sollte die Temperatur zwischen 15°C und 22°C liegen. Bei zu hohen Temperaturen und zu wenig Licht bekommt er gelbe Blätter. Bei zu niedrigen Temperaturen reagiert die Pflanze mit Laubfall. Da der Weihnachtsstern leicht sukkulent ist, sollte man das Substrat nicht die ganze Zeit feucht halten. Einer der häufigsten Fehler bei der Pflege ist zu reichliches und häufiges Gießen. Staunässe vertragen die Pflanzen schlecht. Als Folge verfaulen die Wurzeln, die Blätter werden gelb und schlimmstenfalls stirbt die Pflanze sogar ab.

Bringe ich den Weihnachtsstern wieder zum Blühen?

Häufig landen abgeblühte Weihnachtssterne nach dem Blütenspektakel einfach auf dem Kompost. Eigentlich schade, denn es sind mehrjährige Pflanzen, deren Kultur relativ einfach gelingt. Im Frühling werden sie in ein frisches Substrat umgetopft und zurückgeschnitten. Im Sommer stehen sie am besten wie andere Kübelpflanzen im Freien.

Sie sind sogenannte Kurztagspflanzen, die nur dann blühen, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Licht erhalten. Das ist an Standorten um den Äquator ganzjährig der Fall. In unseren Breiten wird in Gärtnereien etwa ab Oktober die Dunkelphase künstlich mit dunklen Folien auf mindestens 12 Stunden verlängert, so dass die Pflanzen pünktlich zur Adventszeit farbige Hochblätter ausbilden.

Zu Hause kann man bei kleineren Pflanzen im Herbst durch tägliches Abdecken mit einem lichtdichten Gefäß die Blütenbildung steuern. Häufig beginnen die Pflanzen aber auch ohne künstliche Maßnahmen zu blühen, oft allerdings nicht so üppig und nicht immer pünktlich zum Advent.

Ist der Weihnachtsstern giftig?
Der Weihnachtsstern gehört zu Gattung der Wolfsmilchgewächse. Einige dieser Arten enthalten in ihrem Milchsaft hautreizende Diterpene. Der Weihnachtstern jedoch nicht. Er wird als unbedenklich angesehen. Tiere reagieren in der Regel empfindlicher. Eine Gefahr besteht für Hasen, Hamster und Meerschweinchen, wenn diese von den Blättern fressen.
 

      

Fotos: Thomas Neder