Gartentipps und Hits für den Monat Juni
 

Pfingstrosen – Umzug unerwünscht!
(TN) Pfingstrosen sind Klassiker in den Bauerngärten. Kaum eine andere Staude ist bei geeignetem Standort so langlebig. Während man die meisten Prachtstauden im Herbst bzw. Frühjahr alle paar Jahre hochnehmen, teilen und neu aufpflanzen sollte um die Vitalität zu erhalten, kann die Pfingstrose bei gutem Stand auch schon mal ein viertel Jahrhundert unverpflanzt stehen bleiben. Der ideale Boden ist humos und nährstoffreich. Was sie nicht mag ist zu tiefes Pflanzen. Das Auge des knolligen Wurzelstocks sollte max. 2 cm mit Erde bedeckt sein. Die Blüten schneidet man knospig bis halb offen. Gute Blühnachbarn sind z.B. Rittersporn, Lupinen oder Iris Elatior Hybriden. Wer die opulente Blütendichte der gefüllten Sorten der Bauernpfingtsrosen (Paeonia officinalis) nicht mag, kann auf einfache Sorten wie `Anemonaeflorae` , Edelpfingstrosen (Paeonia lactiflora Hybriden) oder Wildformen wie Paeonia banatica, P. peregrina oder P. tenuifolia zurückgreifen. Die einfachen Formen sind bei Regen wesentlich standfester.

Rosen in netter Begleitung
Während früher Rosen auf reinen Rosenbeeten ohne Staudenbegleitung gepflanzt wurden, bevorzugt man heute meist gemischte Pflanzungen mit passenden Nachbarn. Da die Stauden als Rosenbegleiter im Laufe der Jahre aber immer üppiger werden, können sie die Rosen allzu stark bedrängen und ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Luft nehmen, was eine höhere Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten zur Folge hat. Ein rechtzeitiges Zurückschneiden, Versetzen oder Teilen, kann diesem vorbeugen. Gute Farbergänzungen sind neben den zahlreichen Salbeiarten, die Zuchtformen der Katzenminze, der Feinstrahl, oder auch silberlaubige Stauden wie Ziest, Lavendel, Schleierkraut und Arten des Wermuts auch wenn diese Stauden oft aus anderen Lebensräumen kommen. Schlanke Gräser wie das Reitgras oder das Riesenpfeifengras durchbrechen im Herbst vertikal die Pflanzung und sorgen bis weit in den Winter für Leben in der Pflanzung. Wer geschickt ist, schneidet den Staudensalbei und die Minzearten kräftig (aber nicht ganz) zurück und erzielt mit etwas Glück eine zweite Blütenstaffel parallel zur nächsten Hauptrosenblüte.

Gemüsebeete mulchen
Gemüsebeete sind, auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig ist, für eine dünne Mulchschicht bei sommerlichen Temperaturen dankbar. Hierzu eignen sich dünne Lagen aus angewelktem Gras, gehäckseltem Stroh, oder Ästmaterial. Eine Mulchdecke senkt die Wasserverdunstung und erhält die Bodengare. Um der Schneckengefahr vorzubeugen, sollte die Schicht nur dünn gewählt werden.

Neue Zucchinivarianten
Zucchini, Kürbis, und Zuckermais sollten Anfang Juni gepflanzt oder direkt ins Freiland gesät werden. Der Boden sollte dauerhaft über 15 Grad erwärmt sein, sonst drohen Kälteschäden. Bei Zucchini gibt es mittlerweile eine reiche Sortenvielfalt. Neben dem grünen Klassiker wie der robusten Sorte `Mastil`, gibt es lange gelbe Formen wie `Goldrush`, oder scheibenförmige gelbe Patissons bzw. Scallopini wie die Zuchtform `Sunburst`. `Custard White` ist eine weiße Variante. Patissons sollten klein geerntet werden, da die Schale sonst zu hart wird.

Gemüse, die sich mögen
Lauch eignet sich hervorragend zur Mischkultur mit Gurken, Gelben Rüben, Sellerie, Rettich, Salat oder Kohlrabi. Mit Bohnen, Erbsen und roter Beete steht er allerdings auf Kriegsfuß. Gemüseschutznetze zur Abwehr von Gemüsefliegen gehören eigentlich zur Standardausrüstung und sind ein Garant für eine madenfreie Ernte.

Kopfstecklinge von Gehölzen
Etwa um Johanni kann man von einer Reihe von Gehölzen Kopfstecklinge schneiden. Auch aus dem Obstgarten lässt sich einiges vermehren. Neben den üblichen Ziersträuchern, bewurzeln auch Sauerkirschen, Pfirsich oder Himbeeren mittels Kopfstecklingen um Johanni.

Sommerriss
Der Obstgehölzschnitt beginnt schon im Juni mit dem sog. Sommerriss. Hierbei werden die unerwünschten einjährigen Triebe im Kroneninneren der Bäume mit einem Ruck entfernt. Der Vorteil besteht darin, dass auch die Basisaugen entfernt werden und so ein erneuter Austrieb unterbleibt.

 

Alchemilla: Dem Frauenmantel machen längere Trockenperioden zwar schwer zu schaffen, doch nach Regenfällen sorgen Wassertropfen auf den Blättern für ein besonderes Schauspiel.

Aquilegia:
Bei näherem Hinschauen ist die Blüte der Akelei ein kleines geometrisches Kunstwerk, das es fast mit den Fuchsien aufnehmen kann. Die Staude vermehrt sich durch Samen sehr üppig und schnell.


Geranium cinereum `Glühwein` ist etwas für Staudenfreunde die knallige Farben auf dem Staudenbeet bevorzugen.

Pfingstrosen sind Klassiker in den Bauerngärten. Kaum eine andere Staude ist bei geeignetem Standort so langlebig.



Rosa Frankfurtana:
Bei den Wildrosen gibt es zahlreiche Arten die durch besonders große Hagebutten auch für die häusliche Verwertung geeignet sind. Rosa Frankfurtana kombiniert Optik und Verwertungsmöglichkeit.


Fotos: Thomas Neder