Der Garten im Mai -Tipps vom Kreisfachberater
 

Mechanische Schädlingsabwehr
(TN Die Hauptinvasion der lästigen Gemüsefliegen beginnt mit der Rosskastanienblüte. Nach der Eiablage am Wurzelhals der Pflanzen bohren sich die Larven der Gemüseschädlinge in das Pflanzeninnere und führen bei jungen Gemüsepflanzen wie Kohlrabi, Rettich, Möhren oder Bohnen zum Absterben oder verursachen zumindest erhebliche Schäden. Kulturschutznetze sind nach wie vor eine wirksame Methode der Abwehr. Die Investition lohnt sich. Wer das direkte Aufliegen der Netze nicht mag, kann auch die im Handel erhältlichen Bögen über die Beete spannen.

Veredelte Gurken und Tomaten
Wer im Gewächshaus Probleme mit bodenbürtigen Pilzen hat, was sich vor allem durch Welkeerscheinungen zeigt, sollte bei Gurken auf veredelte Pflanzen zurückgreifen. Gurken werden auf den resistenten Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) veredelt. Auch bei Tomaten wird verstärkt auf veredelte Ware zurückgegriffen. Die verwendete Unterlage Vigomax besitzt eine natürliche Resistenz gegen Nematoden und die Korkwurzelkrankheit. Die Ernteperiode fällt länger und wesentlich höher aus. Um die hohen Kosten auszugleichen, können die wüchsigen Pflanzen auch zwei- oder dreitriebig erzogen werden.

Robuste Spitzensorten
Bei Problemen mit der Kraut- und Braunfäule haben sich in den letzten Jahren die hoch toleranten Tomatensorten `Philovita` und `Phantasia` bewährt. Interessant bei Salatgurken ist die neue Sorte `Sudica`. Sie besitzt einen kräftigen Wuchs und ist resistent gegen den Echten Mehltau. Eine interessante Züchtung bei Zucchini ist die grüne Variante `Mastil`, die lange dem Echten Mehltau gegen Ende der Ernteperiode trotzt.

Mut zu Neuem
Warum nicht mal eine blaue Bohne im eigenen Garten? Die blauen Bohnenhülsen bleiben bis zur Ernte attraktiv. Beim Kochen werden sie grün und sollen intensiver schmecken. Bei Buschbohnen ist z.B. die Sorte `Purple Tepee´, bei Stangenbohne die Sorte `Blauhilde` im Handel.

Veredeln hinter die Rinde
Trotz der schon ungewöhnlich hohen Temperaturen kann Stein- und Kernobst noch gut hinter die Rinde umveredelt werden. Vom einfachen Rindenpfropfen bis zum verbesserten Rindenpfropfen nach Wenk stehen eine Reihe leicht zu erlernender Methoden zur Verfügung.
Um das Reis vor übermäßiger Verdunstung zu schützen, kann es auf ganzer Länge mit Veredlungswachs eingestrichen werden.

Pinzieren von Formobst
Vor allem beim Buschobst beginnt schon jetzt das Formieren der Triebe. Durch das Waagerechtbinden oder Klammern erhöht sich der Anteil an Blüten und die Schere bleibt weitgehend arbeitslos. Das Pinzieren (Triebentspitzen) bei Spalier- und Topfbäumen führt man bei etwa 6 bis 7 Blättern durch. Nur so kann man auf Dauer die gewünschte Form erzielen und vor allem auch erhalten

Birne in der Flasche
Wie kommt die oft bewunderte Birne in die Flasche? Hierzu führt man einfach einen gut entwickelten Birnenzweig mit gut erkennbarem Fruchtsatz in eine Flasche, die gut befestigt am Baum mit der nach unten zeigenden Öffnung angebracht ist.

Arbeiten im Ziergarten
Der Monatsbeginn ist die richtige Zeit um nicht winterharte Knollen- und Zwiebelpflanzen, wie Dahlien zu setzen. Sollten die Eisheiligen (so sie noch kommen) die bereits entwickelten Triebe gefährden, müssen sich abgedeckt werden. Steht bei älteren Ziersträuchern wie Zierjohannisbeeren oder Forsythien eine Verjüngung an, kann diese jetzt nach der Abblüte erfolgen.


 


 

Cornus Florida:
Der Blumenhartriegel ist durch seine riesigen Blüten eine Augenweide. Um richtig zu wirken braucht er einen exponierten Standort.

Cercis Siliquastrum:
Der Judasbaum verblüfft durch seine Stammblütigkeit. Die Blütenbüschel entspringen direkt aus dem Stamm. Es gibt neben der rosa-violetten Form auch weiße Exemplare.


Ajuga Reptans:
Der kriechende Günsel ist eine unscheinbare kriechende Schattenstaude. Positiv fällt die rosa Sorte `Purple Touch` auf


SyringaVulgare:
Vom üblichen Fliedersortiment hebt sich die Sorte `Sensation` ab. Ihre weiß eingefassten Blüten sind ein richtiger" Hingucker"



SaygioSakura:
Die edlen Baumpfingstrosen sind etwas für Liebhaber und Genießer. Am richtigen Standort entwickeln sie sich zu üppigen Sträuchern, die zur Blütezeit in der Farbwirkung kaum zu übertreffen sind. Hier die Zuchtform `Saygio Sakura`.


Fotos: Thomas Neder