Der Garten im März – Tipps vom Kreisfachberater
 

Später Schnitt fördert natürliche Wundheilung
(TN) Wer es sich arbeitstechnisch einteilen kann, darf mit dem Schnitt der Obstbäume ruhig noch etwas warten. Bis zur Blüte kann ohne Probleme geschnitten werden. Der im Saft stehende Baum kann entstandene Wunden dann umso besser von innen abschotten. Bei stark wachsenden Sorten wird durch einen späten Schnitt zudem das Wachstum gebremst - ein im Hausgarten ja oft erwünschter Nebeneffekt

Kerben fördert Austrieb
Möchte man bei Spalierbäumen an verkahlten Stellen einen Austrieb des schlafenden Auges forcieren, kann man dies durch ein Kerben oberhalb eines Auges erreichen.

Alte Brombeerruten stummellos entfernen
Bei Brombeeren werden die abgetragenen Triebe stummellos abgeschnitten und die neuen Tragruten neu formiert und falls nötig in der Höhe eingekürzt. Noch lange Seitenverzweigungen werden ebenfalls auf 2 bis 3 Augen zurückgenommen. Als interessante schmalwachsende Sorte hat sich für beengte Standorte z.B. die Sorte `Navaho` bewährt.

Austriebsspritzung mit nützlingsschonenden Mitteln
Bei starkem Blattlausbefall im Vorjahr kann eine Austriebsspritzung sinnvoll sein. Hierbei werden vor allem die Eier mit einem dünnem Ölfilm überzogen und deaktiviert. Paraffinöle wie Promanal sind nützlingsschonender als ältere Mittel.

Vorbeugender Pflanzenschutz
Viele von der Fruchtmonilia befallene Früchte verbleiben nach der Ernte leider im Baum. Um Neuinfektionen zu reduzieren, sollten sie aber restlos aus den Kronen entfernt werden. Auch vom Obstbaumkrebs befallene Triebe werden bis in gesunde Holz zurückgeschnitten und das Material aus der Anlage entfernt.

Tomaten selber ziehen
Der März ist der ideale Monat zur Aussaat von Tomaten. Wer keine Aussaaterde zur Hand hat, kann normale Blumenerde mit Sand „abmagern“. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 18 bis 20 Grad. Paprika und Auberginen, mögen es noch etwas wärmer. Bei Tomaten zeigen z.B. die Sorten `Philovita` und `Phantasia` eine gute Toleranz gegen die Kraut- und Braunfäule. Etwas Abwechslung in das Paprika Sortiment bringt z.B. die ansprechend hellgrüne Sorte `Monte`

Lausresistente Salatsorten
Bei den Salaten sind besonders die lausresistenten Sorten, welche den unappetitlichen „Mitessern“ durch Einkreuzung von Wildpflanzen nicht munden, interessant. Gut bewährt hat sich bei Kopfsalat z.B. die Sorte `Dynamite`.

Ausreichende Abstände bei Rettich und Radies
Auch wenn die Kultur von Rettich und Radies sehr einfach ist, sollte man auf einen ausreichenden Abstand achten. Bei Radies rechnet man z.B. mit 8-10x 15 cm bei Rettich mit 15x20cm Abstand. Dicht stehende Pflanzen schossen sehr leicht.

Junge wilde, bzw. nostalgische Kletterrosen
Rosen können jetzt abgehäufelt werden. Mit dem Schnitt hat es auch noch bis zum Monatsende Zeit. Eine kräftige Verjüngung schadet von Zeit zu Zeit auch bodendeckenden Rosen nichts. Wer an Neupflanzungen denkt, kann sich die Erfahrungen der Rosensortenprüfung aus Veitshöchheim zu Nutze machen.
Empfohlen werden bei den Kletterrosen als neue Sorten z.B. `Golden Gate` (gelb),
`Rosanna` (rosa) oder `Tradition 95` (blutrot). Wer es gerne nostalgisch hat, kann auf Sorten wie z.B. `Kir Royal`(altrosa) oder `Shropshire Lad`(pfirsichrosa) von David Austin zurückgreifen.

 


 

Zu den frühblühenden Gehölzen zählt die heimische Kornellkirsche, die auch als Bienenweide eine wichtige ökologische Funktion besitzt. Für die häuslich Verwertung sind besonders die großfruchtigen Auslesen wie `Jolico` oder `Kasanlaker` interessant.



Eine interessante Alternative zur Forsythie ist für geschützte Standorte die Winterblüte Chimonanthus praecox, die neben der frühen Blüte besonders durch ihren frischen feinen Duft besticht.

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Der Blütenreigen bei den Rhododendren wird durch Rhododendron praecox eingeleitet. Er ist z.B. ein guter Blühpartner für die Scheinhasel.


Wo der Rasen nur schütter wächst, fühlen sich die Frühlingsgeophyten besonders wohl. Neben großblumigen Zuchtsorten bei
Crocus gibt es auch robuste Wildsorten, die sich schnell verbreiten, so sie bis zur Samenreife in Ruhe gelassen werden.


Fotos: Thomas Neder