Arbeitsreich aber sehr erfolgreich
 

Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Coburg für Gartenkultur und Landespflege e.V.

(TN) Ein volles Haus bescherten die Delegierten der 70 Obst- und Gartenbauvereine dem Kreisverbandes Coburg für Gartenkultur und Landespflege anlässlich seiner Jahreshauptversammlung, zu der 1. Vorsitzender Landrat Karl Zeitler eingeladen hatte. „Die Gartenbauvereine schaffen aus dem Garten ein Heim und aus den Dörfern eine Heimat“, so Bürgermeister Christian Gunsenheimer in seinem Grußwort.
Carl Friedrich Conze überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes, Hannes Luthard vom Kreisverband der Coburger Imker und Günther Bätz vom Bayerischen Siedlerbund unterstrichen die enge Verbundenheit mit dem Kreisverband. Annegret Schunk, Vorsitzende des Kreisbeirates „Das schönere Dorf, die schönere Stadt“ informierte in Ihrem Grußwort über die Zukunft des eng mit dem Coburger Land verbundenen Kreiswettbewerbs. „Der Wettbewerb werde trotz gestrichener Mittel auch in Zukunft fortgeführt“, so Schunk. Ermöglicht werde es dadurch, dass der Beirat ehrenamtlich arbeite und die Preisgelder durch die Sparkasse Coburg Lichtenfels finanziert würden. Ein dickes Lob zollte sie den OGV des Landkreises, ohne deren ehrenamtliches Engagement vieles in den Dörfern zum Erliegen komme.

Gelungenes Gartenjahr – Garten, Kunst und Musik am 6. Juli 2007
Ein ereignisreiches Gartenjahr ließ Kreisfachberater und Geschäftsführer des Verbandes Thomas Neder in Bildern Revue passieren. Mit Spannung hätten die Besucher im Jahr 2006 wieder den Tag der offenen Gartentür erwartet Zahlreiche Anregungen habe man aus den Gärten der Familien Brehm (Grub am Forst), Dressel und Schnellhardt (beide Lautertal), Grell und Scholz in Rossach und der Familie Rückert in Neuses bei. Coburg mit nach Hause nehmen können, so Neder. Ziel des Wettbewerbes „Hausbäume“, sei es gewesen, die ökologische und ästhetische Wichtigkeit von „Großgrün“ in den Ortschaften hervorzuheben. Als neues Wettbewerbsthema werde am 22. Juni 2007 die Thematik „Obstspaliere“ aufgegriffen.

Mit der Fertigstellung und Einweihung des neuen Obstlehrgartens auf dem Gelände des Landratsamtes sei es gelungen, den Gartenfreunden eine aktuelle Informationsquelle vor Ort zur Verfügung zu stellen. Der Verband könne stolz darauf sein, dass trotz knapper Finanzen das Projekt zügig und wie geplant umgesetzt werden konnte. Für die finanzielle Unterstützung bedankte sich Neder bei den Gartenbauvereinen. Für lange Zeit werde sicherlich der Vortrag von Franz Alt zum Thema „ Sind wir noch zu retten? “ im Gedächtnis bleiben, der anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Kreisverbandes präsentiert wurde.

Anlass zur Freude bereiteten die beiden Teilnehmer am Bundeswettbewerb „ Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“ Großgarnstadt und Gemünda, die den Landkreis hervorragend vertreten hätten.

Akribisch wie immer habe Ehrenvorsitzender Karl Lemser die erfolgreiche Sonderzugfahrt nach Loano geplant. Die Reise ins „Land wo die Zitronen blühen“ werde noch einige Zeit nachwirken, so Neder

Als highlight des Jahres 2007 wies Neder auf das geplante Sommerfest des Kreisverbandes am 6. Juli hin. Unter dem Motto: „Garten, Kunst und Musik“ wolle man den Vereinen für die gezeigte Unterstützung danken. Einen musikalischen Leckerbissen werde das Quartett `Aulos Stringendo` aus Mitgliedern der Bamberger Symphoniker präsentieren. Die Veranstaltung soll am Freitag, den 6. Juli stattfinden.

Auszeichnungen im Wettbewerb Hausbäume
Im Wettbewerb Hausbäume, der in zwei Bewertungsgruppen durchgeführt wurde, erhielten folgende Teilnehmer eine Auszeichnung: Gruppe Thomas Neder: Familie Henkel und Frau Bohm aus Weißenbrunn v. Wald, Fam. Andreas Truckenbrodt aus Untersiemau, Fam. Selig aus Neuensorg, Fam. Dressel und Fam. Then aus Gemünda. In der Gruppe Schlechtweg wurden Fam. Zuleeg aus Rothenhof, Fam. Schmidt aus Oberfüllbach, Fam. Ruppert aus Altenhof, Fam. Scheler aus Wiesenfeld und Familie Dressel aus Gauerstadt geehrt.

Blumenkrug für beispielhaftes Engagement
Mit dem Blumenkrug, der höchsten Auszeichnung des Kreisverbandes wurden für Ihr langjähriges Engagement zur Förderung der Gartenkultur im Landkreis Coburg Frau Karin Schnellhardt und Walter Schnellhardt aus Unterlauter, Herr Fritz Gärtner aus Großgarnstadt und Herr Günther Fellisch aus Obersiemau ausgezeichnet.

Neue Mitglieder der Vorstandschaft
Als neue Schriftführerin für den verstorbenen Helmut von der Weth wurde einstimmig Frau Inge Mittelbach aus Moggenbrunn gewählt. Den vakanten Beiratsposten der Gruppe Neustadt/ Rödental übernahm nach einstimmigem Votum Herr Hans-Günter Leistner aus Steinrod. Als 2. Kassenprüfer wurde Herr Wolfgang Eberlein aus Weitramsdorf bestimmt.

Das arbeitsreichste Jahr seit 17 Jahren
Auf das arbeitsreichste Jahr seiner 17 jährigen Tätigkeit als Kassier des Kreisverbandes blickte Siegfried Wittmann zurück. 100 Jahr Feier, Sonderzugfahrt nach Loano, die Fertigstellung des Lehrgartens und das laufende Geschäftsjahr hätten sehr viel Arbeit mit sich gebracht, so Wittmann. „Der Verband ist zwar noch liquide, die laufenden Kosten und notwendige Rücklagen zwingen den Verband allerdings zu einer restriktiven Ausgabenpolitik“ so der Verbandskassier. Sein besonderer Dank galt den Obst- und Gartenbauvereinen des Kreisverbandes für die Unterstützung in Sachen Lehrgarten, dem Beirat für die kooperative Zusammenarbeit und Herrn Landrat Karl Zeitler für seine Unterstützung des Verbandes und Ehrenvorsitzenden Karl Lemser für die Planung der Sonderzugfahrt.

Die Kassenprüfer Anke Georgi Baumann und Jochen Kohles bescheinigtem dem Kassier eine tadellose Kassenverwaltung.

Aktuelles zur Kompostierung
Aktuelle Infos zum Thema Kompostierung präsentierte Abfallberater Wolfgang Sommer vom Landratsamt Coburg. „Jeder Kompostierer schafft neuen Humus und somit neues Leben für den Boden, so Sommer. Was ist überhaupt Kompost, werde oft gefragt. Die Aussagen des achtjährige Sven brächten es auf den Punkt „Würmer kriechen durch und essen alles auf, dann wird Erde draus und dann wachsen Blumen drauf“ Alles selbst zu kompostieren werde meist dadurch begrenzt, dass die Gartengröße nicht mehr ausreiche um alles unterzubringen. Dann lande das Rottegut am Grüngutsammelplatz und zum Teil in der Mülltonne – manchmal auch in der Landschaft, wo es aus dem Hausgarten heraus, nichts verloren habe. Astschnitt aus Streuobstanlagen, von Teichanlagen oder Wochenendhäusern sollten vor Ort verbleiben, bzw. nach Voranmeldung verbrannt werden.

Der Landkreis Coburg habe ein komfortables Grüngutsammelsystem, das seine Müllgebührenzahler indirekt finanzierten.. 15 Anlaufstellen zur kostenlosen Abgabe von Grüngut, bis 10m³/Jahr und Grundstück, stünden zur Verfügung. Mit der Neuvergabe der Grüngutentsorgung an die Fa. Höllein Anfang des Jahres 2006 werde das Grüngut jetzt getrennt nach 1. Ast/Heckenschnitt sowie 2. Gras& Laub am Sammelplatz erfasst. Daraus werde Biomasse in Form von Holz und Erde erzeugt. Folgendes sei noch zu beachten: Gewerbliche Abfälle aus Gärtnereien, Baumschulen usw. seien kostenpflichtig (8 € / m³). Mist von Klein- und Großtieren dürfe nicht angeliefert werden. „Fremdanlieferungen aus der Stadt Coburg sind verboten“ so Sommer.

Fertigkompost könne ab Mitte April kostenlos an den Kompostplätzen Rödental/Blumenrod und Neustadt b. Cbg. abgeholt werden. Weitere Auskünfte erteilt Wolfgang Sommer Abfallwirtschaft im Landkreis Coburg Tel.: 09561/514-268.

2. Vorsitzender Stephan Schlechtweg bedankte sich in seinem Schlusswort beim OGV Weitramsdorf für die tadellose Vorbereitung und Bewirtung bei der Jahreshauptversammlung und fand für Vorstand, Ehrenvorsitzenden Geschäftsführer und Beirat des Verbandes lobende Worte.

 


Foto: Thomas Neder
Mit dem Blumenkrug, der höchsten Auszeichnung des Kreisverbandes wurden ausgezeichnet:
(von links nach rechts)Fritz Gärtner aus Großgarnstadt, Günther Fellisch aus Obersiemau und das Ehepaar Karin und Walter Schnellhardt aus Unterlauter

Im Wettbewerb Hausbäume, der in zwei Bewertungsgruppen durchgeführt wurde,
erhielten folgende Teilnehmer eine Auszeichnung:
Gruppe Thomas Neder:
Familie Henkel und Frau Bohm aus Weißenbrunn v. Wald, Fam. Andreas Truckenbrodt aus Untersiemau, Fam. Selig aus Neuensorg, Fam. Dressel und Fam. Then aus Gemünda. In der Gruppe Schlechtweg wurden Fam. Zuleeg aus Rothenhof, Fam. Schmidt aus Oberfüllbach, Fam. Ruppert aus Altenhof, Fam. Scheler aus Wiesenfeld und Familie Dressel aus Gauerstadt geehrt.