Winterzauber mit blühenden Gehölzen
 

(TN) Gerade in der trüben Jahreszeit ist das Auge für jede noch so kleine Blüte im Garten oder auf der Terrasse dankbar und registriert viel mehr als in der überschwänglichen Blütenzeit des Frühlings jedes noch so kleine Zeichen des Wiedererwachens in der Natur.

Jasminum nudiflorum – Winterjasmin
Der Winterjasmin ist einer hübschesten und anspruchslosesten Sträucher, die im Winter blühen. Robert Fortune brachte ihn 1844 von China nach Europa, wo er mittlerweile zum wohl bekanntesten Winterblüher zählt. Die leuchtendgelben Blüten erscheinen an den kahlen peitschenartigen Trieben, die elegant über Böschungen hängen oder sich wie eine Gerüstkletterpflanzen an Wänden emporranken.

Je nach Kleinklima des Standortes reicht die Blüte vom Spätherbst bis in den Spätwinter. Wer mag, kann die Pflanze auch in Kübeln kultivieren und dann in Perioden strengen Frostes in Haus stellen, um Blütenschäden zu vermeiden

Der Winterjasmin erträgt zwar auch Halbschatten, blüht aber nur in der vollen Sonne wirklich üppig. Auf schweren Böden nimmt die Frosthärte deutlich ab, weshalb lockere warme Substrate zu bevorzugen sind.

Mahonia x japoncia - Winterblühende Mahonie
Unter den zahlreichen Mahonienarten blüht Mahonia japonica besonders früh. Es handelt sich hierbei um eine mittelgroße, immergrüne Art, die wegen der zitronengelb duftenden Blüte mitten im Winter besonders beliebt ist. Sie blüht von Wintermitte bis zum Frühling.
Ein besonders robuster Hybride ist auch Mahonia x media, die ebenfalls im Winter ihre Blüten entfaltet. Mindestens genauso interessant wie ihre Blüte ist die Eigenschaft, ihrer Staubblätter sich bei Berührung zur Mitte hin zu bewegen um dem vermeintlichen Insekt Ihre Pollenladung mit auf dem Weg zu geben.
Prunus subhirtella `Autumnalis` - Die SchneekirscheDie Schneekirsche ist eine Kulturform und wird seit etwa 1500 in japanischen Gärten mit großer Leidenschaft und Hingabe gezogen. Je nach Sorte wird der Großstrauch etwa 3-5 m hoch. Die Zweige wachsen meist horizontal oder hängen schleppend über. Je nach Witterungsverlauf erstrecken sich die Blühperioden vom Herbst bis ins Frühjahr.
Besonders tief rosa gefärbt sind die Blüten bei Prunus subhirtella `Pendula Rubra`. Die größten Blüten weist Prunus subhirtella `Stellata`auf.

Viburnum x bodnandense – Duftender Winterschneeball
Der duftende Winterschneeball ist ein ansprechender bis zu 3 m groß werdender Blütenstrauch, der zur Blütezeit dicht mit zartrosa Blüten garniert ist. Bekannt ist vor allem die Sorte `Dawn`. Die Blüten ertragen zwar geringe Minusgrade, erfrieren in geöffnetem Zustand bei Kälteeinbrüchen. Milde Perioden bringen dann aber bald wieder neue Blüten zur Entfaltung. Die in Büscheln sitzenden Blüten duften süß und erscheinen je nach Wetterlage in Schüben von Oktober bis April. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche und ist auch mit halbschattigen Lagen zufrieden.

Erica carnea – Schneeheide

Wegen Ihrer frühen Blüte, die je nach Witterung bereits schon im Dezember einsetzt, zählt die Schneeheide zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten, die bereits früh im Jahr unterwegs sind. Die Blätter dienen der Ernährung von Wanzen und fast 30 Schmetterlingsarten. Für die Bestäubung sorgen somit die Insekten, die Verbreitung der Samen übernimmt der Wind.
Prächtig gedeiht der Zwergstrauch in voller Sonne, und einem kalkhaltigen Standort, der im Sommer nicht völlig austrocknet. Die Besenheide hingegen braucht einen sauren Standort. Im Gegensatz zur Besenheide (Calluna vulgaris) sitzen die nadelförmigen Blätter bei der Schneeheide zu viert in Quirlen. Der Rand ist umgerollt.
Um auch im nächsten Jahr einen kompakten gedrungenen Wuchs zu erreichen, sollte die Pflanze nach der Blüte um etwa 1/3 heruntergeschnitten werden.


 


Die Schneekirsche ist eine Kulturform und wird seit etwa 1500 in japanischen Gärten mit großer Leidenschaft und Hingabe gezogen.


Der duftende Winterschneeball ist ein ansprechender bis zu 3 m groß werdender Blütenstrauch, der zur Blütezeit dicht mit zartrosa Blüten garniert ist.



Unter den zahlreichen Mahonienarten blüht Mahonia japonica besonders früh.


Wegen Ihrer frühen Blüte, die je nach Witterung bereits schon im Dezember einsetzt, zählt die Schneeheide zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten, die bereits früh im Jahr unterwegs sind.




Der Winterjasmin ist einer hübschesten und anspruchslosesten Sträucher, die im Winter blühen.


(Fotos Thomas Neder)