Gartentipps und Hits für den Monat Oktober
 

Finale der Herbstblüher
(TN) Im Staudengarten blühen Fette Henne, Gelenkblume, Herbstastern und Herbanemonen, so die ersten Fröste noch etwas warten lassen, bis weit in den Herbst hinein. In Mode sind zur Zeit die Chinesischen Herbst Enziane (Gentiana sino-ornata), die in blau oder weiß bis in den November auf den Beeten leuchten. Zur dauerhaften Kultur brauchen sie einen sonnigen Standort und benötigen ähnlich wie die Rhododendren ein saures Substrat. Nach dem Ende der Blütenstauden übernehmen die Gräser die Regie auf den Staudenbeeten. Reitgras, Diamantgras, Lampenputergras, Atlasschwingel oder die unterschiedlichen Sorten des Chinaschilfes geben auch der abgeblühten Rabatte Struktur und Charme. Sie sollten in keinem Garten fehlen. Knollen und Zwiebeln verlängern der Blütenzyklus im Garten. Noch ist es Zeit, seine persönlichen Favoriten in den Boden zu bringen. Nach wie vor gilt die Faustregel: Etwa doppelt so tief wie hoch in den Boden setzen.

Vitamine vom herbstlichen Gemüsebeet
Knackig frisches Gemüse lässt sich auch noch im Herbst und Winter aus dem eigenen Garten ernten. Besonders die beiden Wurzelgemüse Pastinake und Schwarzwurzel sind hart im Nehmen und überdauern auch Frostperioden unbeschadet . Unter den Blattgemüsearten sind Winterkresse, Winterportulak und Löffelkraut Lieferanten vitaminreicher Salate. Grünkohl und Rosenkohl werden erst nach Einwirkung der ersten leichten Fröste richtig schmackhaft und süß. Auch der Zuckerhut, ein Salat mit etwas herb bitterer Note hält Fröste bis –6 Grad unbeschadet aus. Mit etwas feuchtem Substrat an den Wurzeln hält er sich im kühlen Keller wochenlang. Der Herbst ist eine gute Zeit um Rhabarber zu teilen. Wegen der mächtigen Blätter beträgt der Pflanzabstand ca. 120x 120 cm. Wegen der dekorativen Blätter kann er auch an den Teichrand zwischen Stauden oder wirkungsvoll im Umfeld von Obstgehölzen gepflanzt werden.

Herbstpflanzung von Gehölzen
Werden Gehölze im Herbst gepflanzt, kann man in die Pflanzgrube etwas ausgereiften Kompost dazu geben. Dünger oder Torf haben hier nichts zu suchen.
Intakte Wurzeln brauchen bei wurzelnackter Pflanzware nicht zurückgeschnitten zu werden. Es ist besser, die Pflanzgrube etwas großzügiger anzulegen, als zu stark zurückzuschneiden. Bei Ballenware erübrigt sich der Wurzelschnitt.

Organischer Blattdünger zur Pflanzenstärkung
Um stark tragenden Obstsorten auf schwachen Unterlagen nach der Ernte noch einen kleinen Ernährungsschub für das nächste Jahr mitzugeben und so einer Erschöpfung vorzubeugen, kann über das Blatt noch ein organischer stickstoffbetonter Blattdünger, wie z.B. Aminosol gegeben werden. Spät reifende Apfelsorten ertragen einen leichten Nachtfrost ohne Probleme und können noch etwas Sonne tanken. Erdbeeren sind vor dem Winter noch für eine leichte Humusauflage dankbar. So werden die empfindlichen Wurzeln vor Frost geschützt.

Frische Walnüsse haben im das Kerngehäuse noch eine bittere Haut. Nach dem Abziehen schmeckt die frische Nuss wesentlich besser.

 


Die Gelenkblume blüht zusammen mit den Herbstastern bis weit in den Herbst.


Reife Äpfel sind nicht nur ein kullinarischer Genuss,
sondern setzen gut arrangiert auch in der Wohnung dekorative Akzente.


Wasserdost und Chinaschilf leuten das Blütenfinale im Herbst ein.



Herbstastern gibt es in zahlreichen Farb- und Größenschattierungen.
Sie sind aus dem herbstlichen Garten nicht wegzudenken.


Überreich war die Birnenernte im Jahr 2007.
Wegen des Birnengitterrostes sollte die Erziehung am regengeschützten
Spalier favorisiert werden.



Leuchtend rote Frücht besitzt der Hahnendorn.
Leider ist das Farbspektakel nur von kurzer Dauer, denn die Früchte fallen leicht ab.

Fotos: Thomas Neder