Gartentipps für September
 

Zeit für letzte Gemüsesaaten
(TN) Im Gemüsegarten wird es höchste Zeit, die letzten Aussaaten in die Erde zu bringen. Eine Möglichkeit ist die Kultur von Löffelkraut, dem Vitamin C-haltigen „Skorbutkraut“, wie es früher genannt wurde. Es schmeckt ähnlich wie Kresse ist aber absolut winterhart. Ebenso können noch Kerbel, Spinat, Feldsalat, Winterportulak und Radieschen gesät werden. Auch Asia-Salate für den Wok vertragen etwas Frost und können noch in den Boden.

Rosenkohl und Tomaten jetzt „gipfeln“
Rosenkohl sollte jetzt entspitzt werden, damit sich die Röschen gleichmäßig entwickeln. Tomaten sollten nach der 5. oder 6. Traube gekappt werden, damit der Fruchtansatz noch ausreift. Während im Freiland schon viele Tomaten der Kraut- und Braunfäule zum Opfer gefallen sind, steht die Sorte `Philovita` noch sehr gut. Sie zeigt zwar auch Symptome, bricht aber im Gegensatz zu vielen Sorten nicht zusammen und kann noch lange beerntet werden. Ähnlich sieht es bei der Sorte `Phantasia` aus. Recht robust ist auch die Fleischtomate `Myrto`.

Wird Lauch angehäufelt, werden die Schäfte weiß und zart. Dass sich der ordnungsgemäße Einsatz von Kulturschutznetzen lohnt, zeigt der jetzt besonders stark auftretende Befall der Lauchmotte. Der Schädling kann innerhalb weniger Tage die Pflanzen minieren und unbrauchbar machen.

Milde Alternative zum Knoblauch
Wem Knoblauch zu intensiv schmeckt, kann alternativ den etwas milderen Schnittknoblauch (Allium tuberosum) verwenden. Die Pflanze ist winterhart und kann z.B. im Topf auf der Fensterbank überwintert werden. Ebenfalls ausdauernd ist die Winterheckzwiebel (Allium fistulosum). Sie bildet zwar keine große Zwiebel, dafür schmecken ihre dicken Schalotten sehr lecker.

Im September sollten Freunde von Frühlingsgeophyten schon an das Stecken von Zwiebeln und Knollen denken. Besonders Märzenbecher, Narzissen und der Hundszahn sind dankbar, wenn sie zeitig in den Boden kommen.

Neue Sorten
Wer im Herbst an die Pflanzung einer neuen Mirabellensorte denkt, sollte event. die neue Sorte `Bellamira` ins Auge fassen. Diese neue Sorte ist platzfest, löst gut vom Stein und zeigt sich wenig anfällig gegen Monilia. Bei den neuen Apfelsorten haben sich im Obstlehrgarten `Piros`, `Topaz` und `Pinova` als interessant herausgestellt, bzw. bestätigt. Für eine Spindelerziehung ist die Unterlage M9 bei Äpfel ideal. Für eine Kultur im Topf eignet sich auch die schwächere Unterlage M 27.

Wer Obst auf Holzregalen einlagert, kann die Gestelle vorher mit 5%igem Sodawasser pilzfrei machen. Auf frischem Fichtenreisig oder Holunderblüten soll die Lagerung verbessert werden. Quitten sollten erst dann geerntet werden, wenn die Farbe deutlich von grün nach gelb umschlägt. Eine der wenigen Quittensorten die dem Feuerbrand trotzen, ist die neue Züchtung `Cydora Robusta`.

 

Beim Pfirsich haben sich in der letzten Zeit zwei Sorten zu Favouriten
entwickelt -`Bendedicte` und `Revita`.
Sie gelten als robust gegen die Kräuselkrankheit.

Eine Modepflanze der Jahres 2007 ist der Sumpfeibisch,
der im SO der USA beheimatet ist.



Eine Pflanze des Spätsommers ist die Sonnenbraut. Es gibt sie neben
gelben Tönen auch in Mischfarben mit braun.
Auch rote Exemplare sind mittlerweile im Sortiment.




Als Hernando Cortez um 1520 die ersten Dahlien in den Gärten der Azteken
bewunderte, hätte wohl niemand gedacht, dass
die Dahlie bald nicht mehr aus den europäischen Gärten wegzudenken sein wird.


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Die Schmucklilie ist ein Klassiker unter den Kübelpflanzen.
Es gibt neben den blauen Varianten auch weiße Zuchtformen.



Die Blüten der Prunkwinden sind kurzlebig aber spektakulär.
 


[Bild folgt]


Die Kermesbeere kommt von den Tropen bis in die Weinbaugebiete vor.
Besonders Ihre weinroten Früchte sind eine Augenweide.
Sie gelten als leicht giftig bis gifitg.

Fotos: Thomas Neder