Der Seidenschwanz - Ein gefiederter Gast aus dem Hohen Norden
 

(TN) In größeren Trupps durchzieht seit einigen Wochen der hübsch gefärbte Seidenschwanz als Wintergast das Coburger Land. Während er sich im Sommer in seinen Brutrevieren, den ausgedehnten Wäldern Nordeuropas vorwiegend von Insekten ernährt, nascht er im Winter gerne von beerentragenden Sträuchern und Bäumen. Um den harten Wintern im hohen Norden zu entgehen, nehmen Seidenschwänze bei Nahrungsmangel häufig lange Wege in Kauf, die sie von Nordskandinavien oder Nordrussland bis in unsere Breiten führen. Besonders die saftigen roten Beeren des Wasserschneeballs (Viburnum opulus) scheinen ihm zu schmecken. Schon seit einigen Jahren ist er ein regelmäßiger Gast in den Heckenzügen rund um den Obstlehrgarten am Landratsamt. Durch seinen hohen „sirr“ Ruf kündigt er sich meist Anfang bis Mitte Dezember an. Seine aufrechte Federhaube am Kopf, das weiche Gefieder und die weiß, rot und gelbe Flügelfärbung geben ihm ein attraktives Aussehen.

Fotos: Thomas Neder