Der Weihnachtskaktus
 

Wenn es ihm gefällt, belohnt er gute Pflege mit mehrmaliger „ Bescherung“

(TN) Ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen ist der Weihnachtskaktus oder Schlumbergera, wie ihn die Botaniker nun nennen. Ganze Generationen von Zimmerpflanzenfreunden haben sich schon an den auffallenden Blüten, deren Farbpalette mittlerweile von weiß bis pink reicht, um die Weihnachtszeit erfreut. Manchmal blüht er aber abhängig vom Standort und der Pflege mehrmals im Jahr und sorgt dann zur Freude seines Besitzers sprichwörtlich für mehr als nur eine „Bescherung“.

Auch wenn er nach der Blüte vielleicht nicht sonderlich attraktiv aussieht, bringt man ihn mit etwas Einfühlungsvermögen doch relativ leicht wieder zum Erblühen.

Der zu den Gliederkakteen zählende Weihnachtskaktus stammt aus den subtropischen Regenwäldern im Südosten Brasiliens, wo er als Epiphyt (Aufsitzerpflanze) oder im Boden in feuchtwarmer schattiger Umgebung wächst.

Demzufolge schätzt es der Weihnachtskaktus, wenn er hell steht, aber nicht der vollen Sonne ausgesetzt wird. Rot verfärbte Sprossglieder weisen darauf hin, dass er zu viel Sonne abbekommen hat (bei den Menschen soll es ähnlich sein). Die Erde sollte feucht, aber nicht nass gehalten werden. Nasse kalte Erde führt oft zur Wurzelfäule. In der Jugend wächst er aufrecht. Ältere Exemplare lassen ihre Triebe hängen und werden dann auch als Ampelpflanzen verkauft.

Die warme Jahrszeit kann Schlumbergera bei Temperaturen über 10 Grad auch im Freien verbringen. Will man einen üppigen Blütenansatz erreichen, sollte man sie z. B. im August und September relativ trocken und etwas kühler halten. Temperaturen von 10 bis 15 Grad haben sich hierbei als besonders günstig erwiesen. Ein mäßig warmer Raum im Haus bietet sich zur Vorbereitung der Blüte auch sehr gut an. Sind die Temperaturen höher, benötigt der Weihnachtskaktus den sog. Kurztag mit weniger als 10 Stunden Licht. Der neue Blütenansatz kündigt sich mit kleinen roten Punkten an den Enden ausgewachsener Sprossglieder an. Vom Blütenansatz bis zur Blüte am besten am gleichen Standort lassen, da sonst die Knospen abgeworfen werden können.

Die Vermehrung gelingt im Frühjahr oder Sommer leicht durch das Abtrennen einzelner Sprossglieder und Abstecken in einem lockeren Vermehrungssubstrat bei gespannter Luft.



Fotos: Thomas Neder