Kräuselkrankheit beim Pfirsich
 

(TN) So gut er schmeckt, so oft bereitet der Pfirsich wegen der Kräuselkrankheit (Taphrina deformans) den Gartenfreunden leider auch Ärger. Befallen werden so gut wie alle Sorten, wobei die Sorte `Benedicte`, die sich auch im Obstlehrgarten am Landratsamt befindet, sich als eine der robustesten Arten herausgestellt hat.

Bei der Kräuselkrankheit handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die leicht an blasig aufgetriebenen Blättern zu erkennen ist. Die befallenen Blätter trocknen im Frühsommer ein und fallen dann ab. Oft wird auch der Neuaustrieb erneut befallen, wodurch der Baum deutlich geschwächt wird.

Bereits jetzt bei den milden Februartemperaturen ist mit einer Infektion zu rechnen, denn das sog. „Knospenschwellen“ hat beim Pfirsich bereits begonnen. Für eine Bekämpfung der Kräuselkrankheit stehen im Hausgarten zulassungsbedingt keine Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Eine Möglichkeit der Vorbeuge bietet der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln auf Basis von Fettsäuren und Pflanzenextrakten, wie z. B. Neudo-Vital Obst Pilzschutz. Die Behandlung mit dem Mittel müsste dann aber bereits jetzt 1-2 mal erfolgen und auch im März und April bis zum vollständigen Austrieb mehrmals wiederholt werden.



Fotos: Thomas Neder
          
Die Kräuselkrankheit des Pfirischs ist leicht an den eingerollten deformierten Blättern zu erkennen.