Der Garten im Juli–Tipps vom Kreisfachberater
 

Rückschnitt fördert Nachblüte
(TN) Eine Reihe von Stauden können nach der Blüte zurückgeschnitten werden und danken dies mit einer Nachblüte. Hierzu gehören z.B. Rittersporn, Steppensalbei, und Feinstrahl.

Frühjahrsblühende Sträucher schneiden
Nach der Frühjahrsblüte können Sträucher, wenn Sie zu mächtig geworden sind, oder verjüngt werden sollen, jetzt im Sommer geschnitten werden. Hierzu werden die alten Triebe am besten bis zur Basis zurückgeschnitten oder fachmännisch auf Seitentriebe abgeleitet.

Schlanke Brombeeren
Brombeeren brauchen als Rankhilfe ein Spalier. Durch die enorme Wuchskraft der Ruten beträgt der Pflanzabstand unter den Pflanzen ca. 3 m. Im Trend sind schlank wachsende Sorten wie z.B. `Navaho`. Wer die Ernte bis in den Oktober verlängern möchte, kann z.B. auf die späte Sorte `Chester Thornless` zurückgreifen. Generell können schon jetzt überzählige Jungetriebe entfernt und die Seitentriebe eingekürzt werden.

Brombeere x Himbeere
Eine großfruchtige Kreuzung aus Brombeere und Himbeere, die schon Ende Juni reift, ist die Tayberry. Diese Kreuzung aus Schottland eignet sich hervorragend als fruchttragende Hecke, oder als Ranker am Zaun. Wie die Brombeeren tragen sie an den letztjährigen Ruten. Sie sind sehr frosthart und wüchsig.

Johannisbeeren als Dreiasthecke
Bei den schwarzen Johannisbeeren ist nach wie vor die robuste Sorte `Titania` sehr gut für den ökologischen Anbau geeignet. Eine weitere widerstandsfähige neue schwarze Sorte ist die Auslese `Kristin`. Bei den weißen Sorten machen zur Zeit `Zitawia`, bei den roten `Koral` das Rennen. Alternativ zum Busch oder zum Hochstamm können viele Sorten auch als sog. Einast- oder Dreiasthecke gezogen werden. Dieses Erziehungssystem fruchtet momentan am Obstlehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt in Coburg.

Durstige Bohnen
Bohnen brauchen besonders in den Tagen vor und nach der Blüte ausreichend Wasser. Fehlt den Pflanzen das kühlte Nass, wird ein Teil der Früchte wieder abgestoßen. Eine dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt hilft dabei, die Verdunstung zu reduzieren.

Kräuter einfrieren
Wer dem Aromaverlust beim Trocknen von Kräutern vorbeugen möchte, kann die am Vormittag geschnitten Kräuter entsprechend klein schneiden, in Wasser legen und portioniert einfrieren. Dies ist besonders bei Rosmarin und Basilikum interessant, um den echten Geschmack zu konservieren.

Grünkohl für den Winter setzen
Auch wenn jetzt noch nicht an den Winter denken mag, sollte man für die Winterernte den Zeitpunkt zum Pflanzen von Grünkohl, nicht verpassen.

Rettichsorte `Neptun` trotzt der Rettichschwärze
Der Anbau von Rettichen bereitet besonders bei geringem Fruchtwechsel gerade jetzt im Sommer große Probleme. Neben der Rettichfliege, die sich leicht durch Kulturschutznetze abhalten lässt, ist es auf schweren Böden vor allem die Rettichschwärze, die den Kulturerfolg in Frage stellt. Als robust hat sich die Sorte `Neptun` erwiesen. Auch die Verwendung von Pflanzrettichen kann bei noch geringem Infektionspotential zum Erfolg führen. Am besten ist allerdings eine strenge Einhaltung des Wechsels in der Fruchtfolge (d.h. alle Jahre Gemüsearten einer anderen Gemüsefamilie aufs Beet bringen).

 


Die Italienische Waldrebe Clematis viticella gilt als robust gegen die Clematis Welke. Sie lässt sich sowohl mit Rosen, als auch untereinander gut kombinieren.
Hier z.B. die dunkle Sorte `Romantika` mit der hellen `Prince Charles`.


Astilben sind Kinder des lichten Schattens und humoser nicht zu trockener Böden. Die ersten Sorten blühen bereits zur Sommersondenwende und leiten den zweiten Teil des Jahres ein.


Die Sorte Leonardo da Vinci ist eine dankbare Strauchrose mit gefüllten altrosa Blüten, an der man viele Jahre seine Freude haben kann.



Die moderne Form der Erziehung bei Johannisbeeren ist Dreiasthecke.
Schwarze, rote, weiße und gelbe Sorten sind ideales Naschobst für den Hausgarten.


 

Die japanische Sumpfiris Iris laevigata und die sog. Iris `Kempferi`-Hybriden blühen nach der Wieseniris. Sie wollen es auch im Sommer etwas feuchter und eignen sich gut für den Teichrand.
Fotos: Thomas Neder