Die Allackerbeere - Eine obstbauliche Rarität im Obstlehrgarten des Kreisverbandes
 

(TN) Noch selten zu sehen in den Gärten des Coburger Landes ist die Allackerbeere (Rubus arcticus var. stellarcticus).

Die Allackerbeere ist ein mehrjähriger Bodendecker und wird auch Schwedische Ackerbeere oder Arktische Brombeere genannt. Ihre Heimat liegt in Finnland und dem Norden Schwedens. Die dornenlose kriechende Pflanze wird ca. 10 bis 30 cm hoch und eignet sich sehr gut als Bodendecker. Die Blüte ist ein auffallendes Rosa und erscheint zeitgleich mit der Kirschblüte. Die Früchte der Allackerbeere reifen im Juni und Juli. Zur besseren Befruchtung empfiehlt sich die Pflanzung verschiedener Sorten. Im Handel sind momentan die Sorten `Linda` und `Beta`.

Die Beeren der Allackerbeere gelten als die wohlschmeckensten Früchte der Gattung Rubus überhaupt. Sie schmecken himbeerähnlich und haben ein intensives Aroma. In Skandinavien gelten sie als Delikatesse. Sie werden auch zur Likör- und Saftbereitung verwendet. Die getrockneten Blätter dienen zur Teebereitung. In Ihrer Heimat wachsen sie zwar auf sauren Böden, doch scheinen sie nach bisherigen Erfahrungen auch mit normalen Böden zurechtzukommen.

 
 
 

        
Foto: T. Neder