Die Stachelbeerblattwespe –Vorsicht Kahlfraß!
 

(TN) Sind die Blätter der Stachelbeeren bis auf die Blattrippen kahlgefressen, kann dies am Befall durch die Larven der Gelben Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii) liegen. Die Raupen sind grüngelb und besitzen deutlich sichtbare schwarze Punkte auf beiden Seiten. Der Schädling befällt nicht nur Stachelbeeren, auch Blätter der weißen und roten Johannisbeere stehen auf seiner Speisekarte. Wird der Befall zu spät bemerkt, kann es zu völligem Kahlfraß kommen.

Der Entwicklungszyklus beginnt Ende April bis Mai, wenn die Eier von der Stachelbeerblattwespe auf die Unterseite der Blätter gelegt werden. Da der Schädling 4-5 Larvenstadien durchläuft, ist der Appetit entsprechend groß. Pro Jahr sind bis zu 3 Generationen möglich. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden.

Werden die Pflanzen regelmäßig kontrolliert, können bei rechtzeitigem Erkennen die Eigelege und die Raupenkolonien noch mechanisch entfernt und vernichtet werden. In luftig erzogenen Sträuchern sind die Schäden bei regelmäßiger Kontrolle gut und rechtzeitig zu erkennen. Im Hausgarten ist gegen die Raupen der Stachelbeerblattwespe momentan kein spezielles Mittel zugelassen.

 
         
 

        
Foto: T. Neder